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Process Intelligence: Transformation dank Daten steuern

Auteur n°4 – Mariami

Von Mariami Minadze
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Zusammenfassung – Angesichts der wachsenden Komplexität bei IT-Modernisierungen und in der Lieferkette verlassen sich Unternehmen noch immer auf trügerische Annahmen, die Engpässe, Verzögerungen und Mehrkosten verursachen. Process Intelligence sammelt und vereinheitlicht kontinuierlich Transaktionsdaten (ERP, CRM, WMS, maßgeschneiderte Systeme), rekonstruiert automatisch die tatsächlichen Abläufe, deckt Abweichungen, kritische Schleifen und Best Practices auf und priorisiert Projekte nach geschäftlicher Wirkung und Aufwand. Lösung: Eine modulare Open-Source-/Hybridplattform mit Standard-Connectors oder APIs einführen, um die Performance zu steuern und Ihre Transformationen abzusichern.

In einer Umgebung, in der Projekte zur Modernisierung von IT-Systemen, zur Optimierung der Supply Chain und zur Einführung von ERP-Systemen einander ablösen, basieren Organisationen noch allzu oft auf Annahmen, wenn sie ihre Prozesse beschreiben. Die Herausforderung besteht heute darin, auf einen faktischen Ansatz umzusteigen und jede einzelne Transaktion zu nutzen, um das tatsächliche operative Vorgehen zu rekonstruieren.

Process Intelligence rückt die Daten in den Mittelpunkt der Transformation, indem es die Flüsse, Abweichungen und Schattenbereiche präzise misst. Die aus Process Intelligence gewonnenen Erkenntnisse ebnen den Weg zu mehr Transparenz, zur Identifikation bewährter Vorgehensweisen und zu einer Priorisierung auf Basis objektiver Kriterien.

Operative Prozessrealität rekonstruieren

Process Intelligence nutzt transaktionale Daten, um das tatsächliche Funktionieren jedes einzelnen Flusses offenzulegen. Der Ansatz beschränkt sich nicht auf Dokumentation: Er kartiert automatisch Abweichungen, Engpässe und Ausnahmen.

Erfassung und Integration von Systemdaten

Der erste Schritt besteht darin, die Protokolle und Ausführungs-Logs aller Geschäftssysteme zu erfassen: ERP, CRM, WMS und maßgeschneiderte Anwendungen. Jede Transaktion wird extrahiert, bereinigt und normalisiert, um eine Inter-System-Konsistenz zu gewährleisten. Diese Zentralisierung bildet die einheitliche Basis für jede Analyse und vermeidet Verzerrungen, die durch partielle Dashboards oder manuelle Berichte entstehen.

Hybride Architekturen, die Open-Source-Lösungen und proprietäre Module kombinieren, können über Standard-Connectoren oder maßgeschneiderte APIs integriert werden, etwa um einen webbasierten Geschäfts-Workflow in SAP oder Microsoft Dynamics einzubinden. Ziel ist es, die Kontinuität der Datenerfassung sicherzustellen, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen oder einen Vendor-Lock-in zu erzeugen.

Sobald die Daten konsolidiert sind, wird ein Data Warehouse oder Data Lake zum Einstiegspunkt für die Analysealgorithmen, was die lückenlose Nachverfolgbarkeit jedes Ereignisses sicherstellt und den Boden für die Phase der Prozessrekonstruktion bereitet.

Automatisierte Rekonstruktion der realen Flüsse

Die Process-Intelligence-Engine rekonstruiert die Transaktionspfade, indem sie aufeinanderfolgende Aufzeichnungen verknüpft. Von der Erstellung einer Bestellung bis zur Bezahlung wird jeder Schritt automatisch identifiziert und sequenziell angeordnet. Sequenzabweichungen oder unerwartete Schleifen werden sofort sichtbar.

Im Gegensatz zu Idealmodellen berücksichtigt diese Rekonstruktion Wartezeiten, manuelle Korrekturen und Aufgabenumschichtungen. Ein Support-Ticket, das vor der Lösung mehrfach weitergeleitet wird, wird zum Beispiel als Ausnahmefall erkannt und liefert einen Indikator für operative Reibungsverluste.

Dank dieses Ansatzes gewinnen Organisationen an Agilität: Sie können ohne aufwendige Fachinterviews den tatsächlichen Pfad jeder Transaktion visualisieren und verborgene Komplexitätsbereiche identifizieren.

Erkennung von Abweichungen und Ineffizienzen

Sobald die Flüsse rekonstruiert sind, hebt das System Abweichungen vom Zielprozess hervor: Verzögerungen, überflüssige Aufgaben, umgangene Schritte. Diese Abweichungen werden in Häufigkeit sowie zeitlichem oder finanziellem Impact gemessen und bieten eine quantifizierte Darstellung der Ineffizienzen.

Variationen zwischen Teams oder Standorten werden ebenfalls verglichen, um interne Best Practices zu identifizieren. Statt einer punktuellen Betrachtung liefert Process Intelligence eine End-to-End-Abbildung der tatsächlichen Leistungsfähigkeit.

Beispiel: Ein mittelständisches Logistikunternehmen stellte fest, dass 25 % seiner Aufträge, obwohl sie für die automatische Freigabe vorgesehen waren, manuell bearbeitet wurden, was zu einer durchschnittlichen Verzögerung von sechs Stunden führte. Diese Analyse machte deutlich, dass die Routing-Regeln des Workflows überarbeitet und die Schulung der Operatoren verbessert werden musste. Dadurch konnten die Durchlaufzeiten um 30 % reduziert werden.

End-to-End-Transparenz und Priorisierung von Optimierungshebeln

Die vollständige Transparenz über Ihre Prozesse ermöglicht es, kritische Schleifen zu identifizieren und deren Auswirkungen auf die Ergebnisse zu bewerten. Dashboards, die auf Fakten basieren, bieten eine Möglichkeit, Transformationsmaßnahmen nach ihrem potenziellen Nutzen zu priorisieren.

Ganzheitliche Visualisierung kritischer Schleifen

Process-Intelligence-Tools erzeugen schematische Darstellungen der Prozesse, in denen jeder Knoten einen Prozessschritt und jede Verbindung eine Transaktionsübergabe repräsentiert.

Diese Visualisierung zeigt die meistgenutzten Pfade sowie gelegentliche Abweichungen und verschafft einen klaren Überblick über die Bereiche mit Optimierungspotenzial. Beispielsweise kann eine Rechnungsschleife, die mehrfach zurückspringt, auf eine SAP-Parametrisierung oder fehlende Eingaben wesentlicher Informationen hindeuten.

Über die grafische Darstellung hinaus ergänzen Dashboards zur Häufigkeit, Dauer und den Kosten jeder Schleife die Transparenz und erleichtern die Entscheidungsfindung.

Interner Benchmarking und Identifikation bewährter Vorgehensweisen

Durch den Vergleich der Leistungen verschiedener Standorte oder Teams identifiziert Process Intelligence die effizientesten Praktiken. Interne Benchmarks dienen als Referenzen, um optimale Standards unternehmensweit einzuführen.

Teams können sich an den kürzesten Transaktionspfaden orientieren, einschließlich Systemkonfigurationen, Autonomiegraden und Aufgabenzuweisungen. Dieser Ansatz fördert die Verbreitung von Best Practices ohne kostenintensive manuelle Audits.

Beispiel: Ein Hersteller von Industriezubehör analysierte drei Werke und stellte fest, dass das leistungsstärkste Werk seinen Produktionszyklus 20 % schneller abschloss, da eine automatische Prüfstation im ERP integriert war. Diese Praxis wurde in den beiden anderen Werken übernommen, was zu einer globalen Verkürzung der Produktionszeiten und einer Steigerung der Kapazität um 15 % führte.

Faktenbasierte Priorisierung von Transformationsprojekten

Die quantitativen Erkenntnisse aus Process Intelligence ermöglichen es, Projekte entlang zweier Achsen zu klassifizieren: geschäftlicher Impact (Verzögerung, Kosten, Qualität) und Umsetzungsaufwand. Diese Matrix dient als Leitfaden, um die rentabelsten Vorhaben hinsichtlich des ROI zu identifizieren.

Statt neue ERP-Module hinzuzufügen oder alle Prozesse gleichzeitig umzustellen, stellt der datengetriebene Ansatz sicher, dass jede Investition auf einer zuvor identifizierten konkreten Problemstellung basiert.

So definierte Prioritäten erleichtern die Zustimmung der Stakeholder und die Mobilisierung der Ressourcen, indem schon zu Projektbeginn der erwartete Hebeleffekt auf die Gesamtperformance demonstriert wird.

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Wir begleiten Unternehmen und Organisationen bei ihrer digitalen Transformation.

Absicherung Ihrer technologischen Transformationsprojekte

Process Intelligence antizipiert Risiken vor jedem Rollout, indem es Szenarien validiert und potenzielle Auswirkungen misst. Diese Prognose stärkt die Zuverlässigkeit von ERP-Projekten, IT-Systemmodernisierungen und Supply-Chain-Reengineering.

Vorabvalidierung vor ERP-Rollouts

Vor jeder Migration zu einer neuen Version oder einem Zusatzmodul simuliert und prüft Process Intelligence die bestehenden Transaktionspfade von ERP-Rollouts. Jeder Anwendungsfall wird anhand historischer Daten rekonstruiert, um Seiteneffekte zu erkennen.

Dieser proaktive Ansatz begrenzt funktionale Regressionen und ermöglicht es, die Parametrisierung des künftigen ERP auf Basis realer Fälle statt Annahmen anzupassen. Er verkürzt die Testzyklen und stärkt das Vertrauen der Fachbereiche während der Deploy-Phase.

Kontinuierliche Optimierung der Lieferkette

Die nahezu in Echtzeit verlaufende Transaktionsüberwachung deckt Engpässe in der Lieferkette vom Lieferanten bis zum Endkunden auf und folgt damit einem ökosystemischen Ansatz für Supply Chains. Transportzeiten, Entladezeiten und nicht konforme Rücksendungen werden erfasst und mit den eingesetzten Ressourcen korreliert.

Die Analysen ermöglichen dynamische Anpassungen: Umverteilung der Transportkapazitäten, Änderung der Lieferfenster und Rationalisierung der Lagerbestände. Diese fortlaufende Reaktionsfähigkeit stärkt die Resilienz gegenüber Störungen und optimiert die Betriebskosten.

Die durch Process Intelligence geschaffene Transparenz verwandelt jede Stufe in einen Entscheidungshebel, der auf konkreten Indikatoren basiert, statt auf aggregierten KPI-Meldungen.

Verbesserung der Finanzzyklen und Reduktion von Fehlern

Monatliche und quartalsweise Abschlüsse profitieren von der detaillierten Nachverfolgung buchhalterischer Transaktionen. Jeder Buchungssatz wird von der Erstellung bis zur endgültigen Freigabe nachverfolgt, um Erfassungsverzögerungen und Unstimmigkeiten bei Bankabstimmungen zu erkennen.

Diese Granularität reduziert das Risiko manueller Fehler und beschleunigt den Close-to-Report-Zyklus. Die Finanzteams können sich so auf die Analyse von Abweichungen konzentrieren, statt nach fehlenden Daten zu suchen.

Beispiel: Ein Schweizer Vertriebsnetz verkürzte seinen monatlichen Abschluss von sechs auf drei Tage dank der Analyse des Rechnungserstellungs- und Zahlungsprozesses. Das Unternehmen identifizierte mehrere Blockaden in der manuellen Freigabe und automatisierte systematische Kontrollen, wodurch die Zuverlässigkeit der Key Figures gesteigert wurde.

Einführung einer datengetriebenen Kultur und kontinuierlicher Verbesserung

Process Intelligence wird zu einem Hebel für kulturellen Wandel, der datenbasierte Entscheidungen und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit fördert. Er stellt den Mitarbeiter in den Mittelpunkt und wertschätzt effiziente Verhaltensweisen.

Prozess-Governance und Verantwortlichkeitszuweisung

Die Prozess-Governance stützt sich auf regelmäßige Gremien, in denen IT-Leiter, Fachverantwortliche und Dienstleister gemeinsam Performance-Dashboards prüfen. Jede Abweichung wird einem Verantwortlichen zugewiesen, und Aktionspläne werden in einem gemeinsamen Backlog definiert.

Diese agile Organisation stärkt die Verantwortlichkeit und schafft einen positiven Kreislauf: Die Teams sehen die konkreten Auswirkungen ihrer Initiativen und passen ihre Praktiken kontinuierlich an. Process Intelligence dient dabei als gemeinsame Sprache und erleichtert Entscheidungen und Budgetabstimmungen.

People Analytics zur Analyse des menschlichen Faktors

Über die reinen Prozesse hinaus erlaubt Process Intelligence die Analyse menschlicher Interaktionen: aufgewendete Zeit pro Profil, Reibungspunkte bei der Kompetenzentwicklung und Zusammenarbeit zwischen Abteilungen. Diese zuverlässigen HR-Daten decken Bereiche auf, in denen die Arbeitsbelastung ungleich verteilt ist oder organisatorische Engpässe entstehen.

In Kombination mit internen Zufriedenheitsumfragen lassen sich Schulungsmaßnahmen anpassen, Rollen überdenken und gezielte Kompetenzentwicklungsprogramme fördern, was die Akzeptanz von Veränderungen verbessert.

Organisationen gewinnen so an digitaler Reife, indem sie die menschliche Dimension in den Mittelpunkt kontinuierlicher Verbesserungsprozesse stellen.

Kontinuierliches Monitoring und agile Anpassung

Steuerungscockpits liefern Echtzeitalarme für Schlüsselkriterien, sodass Prozesse bei Abweichungen schnell angepasst werden können. Workflows werden regelmäßig anhand neuer Daten überprüft, um eine konstante Anpassung an Marktveränderungen und strategische Prioritäten zu gewährleisten.

Dieser permanente Feedback-Zyklus verwandelt jedes Projekt in einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess, bei dem jede Anpassung gemessen und in die Analyse zurückgeführt wird, um die Nachhaltigkeit der operativen Performance sicherzustellen.

Steuern Sie Ihre Transformation mit Process Intelligence

Process Intelligence verwandelt ein auf Annahmen basierendes Vorgehen in einen objektiven Ansatz, der auf operativen Daten fußt. Es bietet End-to-End-Transparenz, hebt Best Practices hervor, sichert Technologieprojekte ab und etabliert eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung in Ihren Teams.

Unsere Experten begleiten Organisationen bei der Implementierung dieser kontextbezogenen und modularen Lösungen, mit Fokus auf Open Source und einer entwicklungsfähigen, sicheren Architektur ohne Vendor-Lock-in. Sie unterstützen Sie bei der Definition Ihrer Key Performance Indicators, dem Aufbau Ihrer Cockpits und der Einführung eines datengetriebenen Controllings, das auf Ihre Strategie abgestimmt ist.

Besprechen Sie Ihre Herausforderungen mit einem Edana-Experten

Von Mariami

Project Manager

VERÖFFENTLICHT VON

Mariami Minadze

Mariami ist Expertin für digitale Strategien und Projektmanagement. Sie prüft die digitale Präsenz von Unternehmen und Organisationen aller Größen und Branchen und erarbeitet Strategien und Pläne, die für unsere Kunden Mehrwert schaffen. Sie ist darauf spezialisiert, die richtigen Lösungen für Ihre Ziele zu finden und zu steuern, um messbare Ergebnisse und einen maximalen Return on Investment zu erzielen.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zur Prozessintelligenz

Was ist Prozessintelligenz und worin unterscheidet sie sich von herkömmlichen Ansätzen?

Prozessintelligenz basiert auf der Analyse transaktionaler Daten (Logfiles, Ausführungsprotokolle), um die tatsächlichen Abläufe automatisch zu rekonstruieren. Im Gegensatz zur traditionellen Modellierung auf Basis von Interviews und idealisierten Prozessen deckt sie ohne Annahmen Abweichungen, Ausnahmen und Engpässe auf. Dieser faktengestützte Ansatz liefert eine End-to-End-Perspektive, ermöglicht die präzise Messung der betrieblichen Leistung, identifiziert Best Practices und unterstützt die Entscheidungsfindung mit objektiven Kriterien.

Welche technischen Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um eine Lösung zur Prozessintelligenz in einer hybriden Architektur einzuführen?

Für den Einsatz von Prozessintelligenz in einer hybriden Architektur müssen Logfiles aus ERP-, CRM-, WMS- und individuell entwickelten Anwendungen über Standard-Connectors oder maßgeschneiderte APIs gesammelt werden. Die Daten werden anschließend extrahiert, bereinigt und normalisiert, bevor sie in einem Data Warehouse oder Data Lake abgelegt werden. Diese modulare Infrastruktur, die Open Source bevorzugt, gewährleistet eine unterbrechungsfreie Datenerfassung ohne Vendor Lock-in und sichert die notwendige Nachvollziehbarkeit für Analysen.

Wie lässt sich die Qualität und Konsistenz der Daten aus ERP-, CRM- und WMS-Systemen sicherstellen?

Die Datenqualität wird bereits in der Integrationsphase durch Extraktion, Bereinigung und Normalisierung jeder einzelnen Transaktion sichergestellt. Durch die Zentralisierung der ERP-, CRM- und WMS-Logs in einer einheitlichen Plattform werden Duplikate, Formatfehler und Verzerrungen durch manuelle Reports eliminiert. Dieser Ansatz gewährleistet eine systemübergreifende Konsistenz und ermöglicht den Algorithmen der Prozessintelligenz, verlässliche und aussagekräftige Analysen zu liefern.

Wie lassen sich Engpässe mithilfe von Prozessintelligenz erkennen und messen?

Prozessintelligenz rekonstruiert automatisch jeden transaktionalen Ablauf von der Erstellung bis zum Abschluss, indem sie aufeinanderfolgende Datensätze verknüpft. Unerwartete Schleifen und Ausnahmefälle (Neu-Zuordnungen, manuelle Korrekturen) werden identifiziert und mit Häufigkeits- sowie Dauermetriken angereichert. Diese detaillierte Kartographie macht Engpässe und operative Reibungspunkte sichtbar, erleichtert deren schnelle Erkennung und unterstützt die Entwicklung gezielter Maßnahmenpläne.

Wie priorisiert man Transformationsprojekte anhand der faktenbasierten Erkenntnisse der Prozessintelligenz?

Die faktenbasierten Erkenntnisse werden in einer Impact-Effort-Matrix organisiert, die für jede Abweichung Kosten, Verzögerungen und Umsetzungsaufwand bewertet. Diese datengetriebene Priorisierung ermöglicht es, zunächst Projekte mit hohem ROI anzugehen – sei es Automatisierungen, ERP-Konfigurationen oder Prozessreengineering. Durch messbare Indikatoren gewinnen Fachverantwortliche leichter Zustimmung, und die Ressourcen werden optimal eingesetzt.

Welche KPIs sollten zur kontinuierlichen Steuerung einer Prozessintelligenz-Initiative überwacht werden?

Zu den wichtigsten KPIs zählen die durchschnittliche Bearbeitungszeit von Tasks, die Übereinstimmungsrate mit Zielprozessen, die Häufigkeit und Kosten kritischer Schleifen sowie die Dauer von Finanzzyklen (Close-to-Report). Hinzu kommen die Rate erkannter Ausnahmen und die Performancedifferenzen zwischen Standorten oder Teams. Diese in Echtzeit aktualisierten Kennzahlen speisen Dashboards und ermöglichen ein kontinuierliches, reaktives Monitoring.

Welche typischen Fehler gilt es bei der Implementierung eines Prozessintelligenz-Projekts zu vermeiden?

Typische Fehler sind das Vertrauen auf Annahmen ohne Analyse der realen Daten, das Vernachlässigen von Datenqualität und -Governance oder die Bindung an einen proprietären Anbieter mit Vendor Lock-in. Wichtig ist auch, die Fachbereiche von Anfang an einzubeziehen, um die Akzeptanz sicherzustellen, und iterative Phasen vorzusehen, um die Datenverarbeitung anzupassen. Zudem kann die Unterschätzung einer modularen und skalierbaren Architektur die Zukunftsfähigkeit des Projekts gefährden.

Wie lässt sich mit Prozessintelligenz eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung etablieren?

In einer Kultur der kontinuierlichen Verbesserung prüfen Governance-Gremien (IT-Leitung, Fachbereiche, Dienstleister) regelmäßig die Dashboards der Prozessintelligenz. Jede Abweichung wird einem Verantwortlichen zugewiesen und in ein gemeinsames Backlog überführt. Kennzahlen wie Bearbeitungszeit und Übereinstimmungsrate werden als Live-Metriken in Echtzeit überwacht. Dieser Feedback-Zyklus fördert die funktionsübergreifende Zusammenarbeit und erlaubt die fortlaufende Anpassung der Workflows auf Basis neuer Daten.

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