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Softwarehersteller: Erfolgreich auf SaaS umstellen, ohne das Wachstum zu gefährden

Auteur n°4 – Mariami

Von Mariami Minadze
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Zusammenfassung – Der Wechsel von On-Premise zu SaaS geht über eine reine technische oder preisliche Migration hinaus und erfordert eine Produktüberarbeitung, eine Neuausrichtung der Kundenbeziehung und der Governance, während die J-förmige Umsatzkurve und Risiken von Spannungen mit der bestehenden Kundenbasis gemanagt werden müssen. Man setzt auf modulare Architektur, priorisiert werthaltige Anwendungsfälle, sichert Skalierbarkeit, Resilienz und integrierte Sicherheit und richtet die Preisgestaltung am Kundennutzen aus, um Adoption zu maximieren und den Cashflow zu stabilisieren. Lösung: ein stufenweiser Migrationsfahrplan, ein transparentes Geschäftsmodell und eine agile Organisation mit CI/CD-Pipeline, um den SaaS-Übergang in einen Treiber für nachhaltiges Wachstum zu verwandeln.

Die Umstellung einer On-Premise-Software auf ein SaaS-Modell erfordert weit mehr als eine technische Migration oder eine einfache Preisreform. Sie verlangt, das Produkt neu zu denken, das Geschäftsmodell neu zu definieren, die Kundenbeziehung umzugestalten und die interne Governance anzupassen. Diese strukturelle Transformation verspricht wiederkehrende Einnahmen, bessere Planbarkeit auf lange Sicht und anhaltende Innovationskraft.

Gleichzeitig kann sie den Softwarehersteller kurzzeitig unter Druck setzen: Es droht eine J-Kurve bei den Umsätzen, Spannungen mit der installierten Basis und erhebliche Investitionen. Um erfolgreich zu sein, muss man diese Herausforderungen antizipieren und klare Entscheidungen zwischen Tempo, Rentabilität und Nutzen treffen.

Produkt für SaaS neu denken

Der Wechsel zu SaaS beginnt mit einer architektonischen und funktionalen Neugestaltung des Produkts, um Modularität, Skalierbarkeit und Sicherheit zu gewährleisten. Dabei gilt es, Nutzungsfälle mit hohem wahrgenommenem Mehrwert zu priorisieren und eine Plattform zu entwickeln, die laufende Weiterentwicklungen ohne Dienstunterbrechung integriert.

Jede Komponente muss so konzipiert sein, dass sie Lastspitzen und kundenspezifische Anpassungen bewältigt und gleichzeitig allen Kunden ein einheitliches Erlebnis bietet.

Modulare Architektur und Entkopplung der Komponenten

Modularität bildet das Fundament eines leistungsfähigen SaaS, besonders durch eine Microservices-Architektur. Indem jede Funktion in einem eigenständigen Microservice oder Modul isoliert wird, minimiert man das Risiko, dass eine Änderung die gesamte Plattform beeinträchtigt. Diese Vorgehensweise macht Maintenance agiler und verkürzt die Time-to-Production.

Gleichzeitig erlaubt eine intelligente Entkopplung, jeden Dienst entsprechend seiner tatsächlichen Auslastung zu dimensionieren. Ressourcen können dynamisch den meistgenutzten Funktionen zugewiesen werden, was sowohl Kosten als auch Performance optimiert. Eine solche operative Flexibilität ist mit einem traditionellen Monolithen kaum erreichbar.

Schließlich vereinfacht eine modulare Architektur die Integration von Open-Source- oder Fremdkomponenten ohne Vendor Lock-in. Bei Bedarf lässt sich eine Komponente durch eine leistungsstärkere oder besser unterstützte Alternative ersetzen, ohne das gesamte Produkt neu aufzusetzen.

Priorisierung der Funktionen und Fokus auf den Nutzwert

Der Wechsel zu SaaS erfordert eine Neuausrichtung der Produkt-Roadmap auf die für den Kunden wertvollsten Anwendungsfälle. Es geht nicht mehr darum, Funktionen für jeden Markt zu sammeln, sondern eine einfache, intuitive und relevante Lösung für die wesentlichen Use Cases anzubieten.

Dieser user-zentrierte Ansatz ermöglicht schnelle Releases verbesserter Produktversionen und liefert Feedback, das künftige Entwicklungen lenkt. Die Release-Zyklen verkürzen sich und die Kundenzufriedenheit steigt.

Ein Schweizer Anbieter von Verwaltungssoftware für KMU gliederte sein Angebot in „Kern“, „Erweitert“ und „Branchenspezifisch“. Diese Priorisierung verkürzte die Time-to-Market neuer Versionen um 40 % und konzentrierte Investitionen auf die meistgenutzten Module, was die Plattform sofort aufwertete.

Skalierbarkeit, Resilienz und integrierte Sicherheit

Ein SaaS muss hochverfügbar sein. Jede Unterbrechung kann Vertrauen kosten und sofortige Abwanderung auslösen. Resilienz erfordert Multi-Region-Deployments, automatisierte Lasttests und Failover-Mechanismen.

Sicherheit muss von Anfang an berücksichtigt werden: Verschlüsselung der Daten in Transit und at rest, starke Authentifizierung, regelmäßige Audits und kontinuierliches Monitoring. Diese Best Practices verringern Verwundbarkeiten und stärken das Vertrauen der Kunden.

Beispielsweise implementierte ein Schweizer HR-Softwareanbieter ein Active-Active-Cluster in zwei Rechenzentren und erreichte eine Verfügbarkeit von über 99,9 %. Diese Architektur wurde zum Differenzierungsmerkmal und gab Großkunden Sicherheit in puncto Servicekontinuität.

Geschäftsmodell und Preisgestaltung neu definieren

Der Umstieg auf SaaS wandelt das Geschäftsmodell grundlegend: Weg von einmaligen Lizenzverkäufen hin zu wiederkehrenden Umsätzen, basierend auf Nutzung und gelieferten Mehrwert. Abonnement-Stufen müssen so gestaltet werden, dass Abrechnung und Kundenvorteile übereinstimmen.

Dieses neue finanzielle Gleichgewicht führt zu einer J-Kurve bei den Umsätzen, weshalb man Rückgänge und Übergangsinvestitionen frühzeitig berücksichtigen muss.

Abonnement-Stufen nach Kundenimpact definieren

Eine effektive SaaS-Preisstrategie segmentiert das Angebot nach wahrgenommenem Wert: enthaltene Funktionen, Nutzerzahl, Datenvolumen oder Supportlevel. Ziel ist ein günstiger Einstiegspunkt und gleichzeitig ein natürlicher Upsell-Pfad.

Das Pricing sollte auf Studien zu realen Use Cases und Nutzerfeedback basieren. Zu viele Stufen erschweren die Auswahl, während eine einfache, transparente Struktur Vertrauen schafft und Kaufentscheidungen beschleunigt.

Ein Schweizer Logistiksoftware-Anbieter reduzierte sein Portfolio von fünf auf drei Pakete und konzentrierte sich auf die gefragtesten Module. Dadurch stieg die Conversion-Rate von Testversionen zu bezahlten Abonnements um 25 %, während die Wert proposition klarer wurde.

J-Kurve und finanzielle Übergangssteuerung

Die Konversion bestehender Kunden und das Ramp-up neuer Abonnements führen oft zu einem temporären Umsatzrückgang, der sogenannten J-Kurve. Daher muss die Liquiditätsplanung Entwicklung, Infrastruktur und dedizierten Support abdecken.

Ein präzises Finanzmodell – inklusive Customer Payback Period und prognostiziertem Churn-Rate – hilft, Investitionen zu kalibrieren, die Bruttomarge zu überwachen und die Gesamtkostenbetrachtung zu schätzen. Diese Strenge verhindert interne Reibungsverluste und sichert das Wachstum.

Beispielsweise plante ein Dokumentenmanagement-Anbieter einen Übergangsfonds für 12 Monate Umsatzrückgang. Diese Reserve stabilisierte den Betrieb und finanzierte die Cloud-Infrastruktur-Überholung, ohne Serviceversprechen zu gefährden.

Umgang mit Altsystem-Verträgen und Migrationsanreizen

Bestehende On-Premise-Verträge können die SaaS-Konversion bremsen. Häufig bieten sich Anreize an: Migrationsgutschriften, temporäre Sonderkonditionen oder angepasste Vertragslaufzeiten.

Die Kommunikation dieser Maßnahmen muss klar und nachvollziehbar sein, der Mehrwert des SaaS-Modells hervorgehoben werden: kontinuierliche Updates, stärkere SLA, proaktiver Support. Kunden sollten nicht überrumpelt, aber ein Enddatum für das Legacy-Modell gesetzt werden.

Ein Schweizer Anbieter branchenspezifischer Lösungen gewährte eine Servicegutschrift in Höhe von 20 % des On-Premise-Vertragswerts bei Migration innerhalb von 18 Monaten. So verlagerte er 60 % seiner installierten Basis auf SaaS, bewahrte die Kundenzufriedenheit und vermied langwierige Rabattverhandlungen.

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Kundenmigration orchestrieren und Erfolg sichern

Die Kundenmigration auf SaaS basiert auf einem klaren Fahrplan, gegliedert in progressive Phasen und validiert durch Erfolgskriterien. Erfolg erfordert individuelle Betreuung und passende Onboarding-Tools.

Parallel wird Retention- und Churn-Management zum strategischen Hebel, um den Customer Lifetime Value zu maximieren und wiederkehrende Umsätze zu sichern.

Schrittweiser Migrationsfahrplan

Eine in Etappen gegliederte Roadmap minimiert Risiken und erleichtert die Akzeptanz. Oft beginnt man mit einem Pilotprojekt in einem begrenzten Umfang, bevor man sukzessive auf weitere Nutzer oder Module ausweitet.

Jede Phase wird durch präzise Meilensteine validiert: Performance, Nutzerzufriedenheit, Stabilität. Ein internes Lenkungsgremium koordiniert Produkt, Support, Marketing und Vertrieb.

Eine Schweizer Kulturorganisation verlegte so ihr historisches ERP in vier Phasen innerhalb von acht Monaten auf SaaS und erreichte dabei 80 % der Nutzer bei einer Zufriedenheitsrate von über 90 %.

Transparente Kommunikation und proaktiver Support

Der Schlüssel zum Migrations­erfolg ist kontinuierliche Kommunikation: Newsletter, Demos, Webinare und gezielte Dokumentationen. Alle Stakeholder müssen über Termine, erwartete Vorteile und erforderliche Aktionen informiert sein.

Zeitgleich übernimmt ein dediziertes Customer Success Team das Onboarding: individuelle Schulungen, regelmäßige Follow-ups und Status-Reviews. Diese proaktive Betreuung reduziert Abbrüche und beschleunigt die Nutzung neuer Funktionen.

Ein Schweizer HR-Softwareanbieter stellte jedem Großkunden einen Customer Success Manager zur Seite. Durch monatliches Monitoring und thematische Workshops stieg die Nutzung der erweiterten Module innerhalb eines Jahres von 30 % auf 70 %.

Retention messen und Anti-Churn-Maßnahmen

Für effektives Retention-Management werden Kennzahlen wie Net Revenue Retention (NRR), Abwanderungsrate und Upsell-Quote beobachtet. Regelmäßige Analysen identifizieren Risikosegmente und ermöglichen schnelle Anpassungen von Angebot oder Support.

Anti-Churn-Maßnahmen umfassen automatische Alerts bei Nutzungsrückgang, gezielte Reaktivierungskampagnen und Zufriedenheitsgespräche, um Hindernisse zu verstehen.

Ein Schweizer Anbieter für Immobilien­management senkte seinen Churn von 8 % auf 3 %, indem er Nutzungsrückgänge automatisiert erkannte und Coaching-Angebote vor Kündigungen bereitstellte. So blieben signifikante Umsätze erhalten und das Kundenvertrauen wuchs.

Organisation für kontinuierliche Innovation transformieren

SaaS ist mehr als ein Produktwechsel: Es ist ein Kultur- und Organisationswandel. Es gilt, eine agile Governance zu etablieren, bereichsübergreifende Zusammenarbeit zu fördern und Continuous-Delivery-Prozesse einzuführen.

Produkt-, Entwicklungs-, Infrastruktur- und Support-Teams müssen auf gemeinsame Ziele in Retention, Zufriedenheit und Performance ausgerichtet sein.

Agile Governance und cross-funktionale Teams

Eine erfolgreiche SaaS-Strategie basiert auf agiler Organisation. Man bildet Squads oder Tribes, in denen Produktmanager, Entwickler, DevOps und Customer Success gemeinsam für einen funktionalen Bereich oder eine technische Komponente verantwortlich sind.

Diese autonomen Teams können schnell iterieren, operationale Entscheidungen treffen und auf Kundenfeedback reagieren, ohne lange Hierarchien. Die Governance orientiert sich an OKR, ausgerichtet auf Retention, Zufriedenheit und Performance.

Ein Schweizer Finanzsoftware-Anbieter strukturierte seine F&E in sechs Squads entlang der wichtigsten Customer Journeys. Dadurch sank die Entwicklungszeit um 30 % und technische Teams fühlten sich stärker in die Business-Ziele eingebunden.

Tools und Prozesse für Continuous Delivery

Um mit den schnellen Release-Zyklen Schritt zu halten, ist eine robuste CI/CD-Pipeline unerlässlich. Unit-, Integrations- und End-to-End-Tests werden automatisiert, um die Codeintegrität bei jeder Änderung sicherzustellen.

Progressives Deployment (Canary Releases, Feature Flags) limitiert Risiken, indem Funktionen gezielt und kontrolliert aktiviert oder deaktiviert werden. So lassen sich Vorfälle eingrenzen und beherrschen.

Ein Schweizer E-Learning-Anbieter setzt GitLab CI und Feature Flags ein, um bis zu zehn Releases pro Woche auszuliefern. Diese Frequenz beflügelt Innovation und steigert sowohl interne als auch externe Zufriedenheit.

Kultur der Experimentierfreude und Feedback-Schleifen

SaaS erfordert eine Test-&-Learn-Kultur. Funktionen werden in Beta-Versionen ausgewählten Nutzern bereitgestellt, Nutzungsdaten analysiert und Feedback für Anpassungen vor dem globalen Rollout genutzt.

A/B-Tests und kontinuierliche Usability-Studien validieren Produktannahmen und priorisieren Entwicklungen datenbasiert. So wird das Risiko minimiert, in unnötige Features zu investieren.

Ein Schweizer CRM-Anbieter führt interne Hackathons und quartalsweise Customer Labs durch. Diese Experimente decken unerwartete Nutzungs­szenarien auf und bereichern die Roadmap, während das Team hoch engagiert bleibt.

Verwandeln Sie Ihr SaaS-Modell in einen Hebel für nachhaltiges Wachstum

Die SaaS-Transformation ist ein ganzheitliches Projekt, das Produkt, Preisgestaltung, Kundenbeziehung und interne Organisation betrifft. Softwarehersteller, die technische Modularität vorwegnehmen, ihr Geschäftsmodell überarbeiten, die Kundenmigration sorgfältig orchestrieren und ihre Unternehmenskultur weiterentwickeln, machen diese kritische Phase zum strategischen Vorteil.

Unsere Experten stehen Ihnen zur Seite – von der Architekturdefinition bis zur Einführung moderner Governance-Praktiken. Gemeinsam passen wir Ihre Organisation an, damit Sie das SaaS-Modell voll ausschöpfen und nachhaltiges Wachstum sichern.

Besprechen Sie Ihre Herausforderungen mit einem Edana-Experten

Von Mariami

Project Manager

VERÖFFENTLICHT VON

Mariami Minadze

Mariami ist Expertin für digitale Strategien und Projektmanagement. Sie prüft die digitale Präsenz von Unternehmen und Organisationen aller Größen und Branchen und erarbeitet Strategien und Pläne, die für unsere Kunden Mehrwert schaffen. Sie ist darauf spezialisiert, die richtigen Lösungen für Ihre Ziele zu finden und zu steuern, um messbare Ergebnisse und einen maximalen Return on Investment zu erzielen.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zur Umstellung auf das SaaS-Modell

Wie gestaltet man die Architektur einer On-Premise-Software für ein leistungsfähiges SaaS-Modell?

Die Umstellung auf SaaS erfordert eine modularere und entkoppelte Architektur, idealerweise auf Basis von Microservices. Jede Funktion ist als eigener Service isoliert, was Wartung, Updates und die Integration von Open-Source-Komponenten erleichtert. Diese Entkopplung ermöglicht eine unabhängige Skalierung der Ressourcen, automatisierte Deployments (CI/CD) und minimiert Auswirkungen von Änderungen auf die gesamte Plattform. Der Ansatz fördert zudem Skalierbarkeit, Multi-Region-Resilienz und garantiert eine kontrollierte Laststeigerung ohne Serviceunterbrechungen.

Wie definiert man eine SaaS-Preisgestaltung, die sich am wahrgenommenen Wert für die Kunden orientiert?

Die SaaS-Preisgestaltung sollte auf dem wahrgenommenen Wert und der tatsächlichen Nutzung basieren: Anzahl der Nutzer, Datenvolumen, enthaltene Funktionen und Supportlevel. Man strukturiert klare und abgestufte Pläne mit einem zugänglichen Einstiegspunkt und nachvollziehbaren Upgrades. Die Analyse realer Anwendungsfälle und Nutzerfeedbacks hilft, diese Stufen zu verfeinern. Ein zu komplexes Modell kann Kaufentscheidungen hemmen, während ein einfaches und transparentes Angebot Vertrauen schafft und die Conversion beschleunigt.

Welche wesentlichen finanziellen Risiken sind mit der J-Förmigen Umsatzkurve verbunden?

Die „J-Kurve“ zeigt während der Migration einen vorübergehenden Umsatzrückgang, bevor sich wieder stabiler, wiederkehrender Umsatz einstellt. Die wesentlichen finanziellen Risiken sind Liquiditätsengpässe, erhöhte Cloud-Infrastrukturkosten und Migrationsausgaben (Produktüberarbeitung, dedizierter Support). Es ist entscheidend, die Customer Payback Period, die erwartete Churn-Rate und ein Übergangsbudget für diese Phase zu modellieren, um Wachstumsunterbrechungen zu vermeiden.

Wie antizipiert und steuert man die Migration von Legacy-Verträgen hin zu SaaS?

Um Legacy-Verträge zu migrieren, setzt man klare Anreize: Migrationsguthaben, zeitlich begrenzte Sondertarife oder Vertragsverlängerungen. Die Kommunikation muss erklärend sein und den Mehrwert von SaaS hervorheben: kontinuierliche Updates, verbesserte SLAs und proaktiven Support. Es empfiehlt sich außerdem, ein Enddatum für On-Premise-Lizenzen festzulegen, um unendliche Verlängerungen zu verhindern. Diese Maßnahmen fördern die Akzeptanz bestehender Kunden und gewährleisten einen schrittweisen Übergang zum neuen Modell.

Welche KPIs sollte man verfolgen, um den Erfolg einer SaaS-Migration zu messen?

Wichtige KPIs für die Steuerung einer SaaS-Migration sind: Annual Recurring Revenue (ARR) zur Messung des Wachstums der wiederkehrenden Umsätze, Net Revenue Retention (NRR) zur Bewertung von Kundenbindung und Upselling, die Kunden-Churn-Rate zur Erkennung von Abwanderungsrisiken sowie die Customer Payback Period zur Berechnung der Amortisationsdauer. Schließlich ermöglicht das Verhältnis LTV/CAC (Customer Lifetime Value zu Customer Acquisition Cost) die Überprüfung der langfristigen Rentabilität pro Kunde.

Wie organisiert man die Kundenmigration, um den Churn zu minimieren?

Eine erfolgreiche Kundenmigration basiert auf einem schrittweisen Fahrplan: ein kleiner Pilot, gefolgt von phasenweiser Skalierung mit validierten Meilensteinen (Performance, Zufriedenheit, Stabilität). Eine individuelle Betreuung durch einen Customer Success Manager, Workshops und zielgerichtete Dokumentationen stärken die Akzeptanz. Fortschrittsindikatoren und regelmäßiges Feedback ermöglichen kontinuierliche Anpassungen. Dieser Ansatz minimiert den Churn und beseitigt Probleme schnell, bevor die SaaS-Plattform flächendeckend ausgerollt wird.

Welche Fehler sollte man bei der Produktüberarbeitung für SaaS vermeiden?

Bei der Produktüberarbeitung sollte man nicht versuchen, alle bestehenden Funktionen auf einmal zu integrieren. Priorisieren Sie nutzerzentriert und identifizieren Sie wertstarke Anwendungsfälle. Unterschätzen Sie nicht die Bedeutung automatisierter Tests (Unit, Integration, End-to-End), um Stabilität zu gewährleisten. Vermeiden Sie monolithische, nicht skalierbare Architekturen und technologische Sackgassen ohne Wachstumsperspektive. Vernachlässigen Sie niemals die Sicherheit: Datenverschlüsselung, starke Authentifizierung und regelmäßige Audits müssen von Anfang an implementiert werden.

Wie strukturiert man das interne Team, um kontinuierliche Innovation im SaaS-Bereich zu fördern?

Kontinuierliche Innovation erfordert eine agile Organisation mit cross-funktionalen Teams (Squads oder Tribes), die an gemeinsamen OKRs ausgerichtet sind. Jede Squad vereint Produktmanagement, Entwicklung, DevOps und Customer Success, um schnell iterieren zu können. Ein robuster CI/CD-Pipeline, Canary-Deployments und Feature Flags ermöglichen häufige Releases bei kontrollierten Risiken. Fördern Sie eine Test-&-Learn-Kultur mit A/B-Tests und konstantem Nutzerfeedback, um die Produkt-Roadmap anzupassen und den Deliverables maximalen Wert zu verleihen.

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