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Digitalprodukt-Engineering: Von der reinen Softwareentwicklung zur durchgängigen Industrialisierung von Innovation

Auteur n°3 – Benjamin

Von Benjamin Massa
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Zusammenfassung – Angesichts der Notwendigkeit, schnell zu innovieren und gleichzeitig technische Schulden, Sicherheit und Obsoleszenz im Griff zu behalten, stoßen IT-Abteilungen auf isolierte Projekte und ineffiziente Zusammenarbeit.
Digitalprodukt-Engineering etabliert einen kontinuierlichen Fluss aus Ideenfindung, modularer Entwicklung, Shift-Left-Tests und CI/CD-Deployments in hybriden Clouds – getragen von bereichsübergreifender Governance sowie daten-/KI-gesteuerter Steuerung.
Lösung: Cross-funktionale Teams strukturieren, ein lebendiges Backlog pflegen, Pipelines und skalierbare Audits automatisieren sowie datengesteuerte Dashboards einsetzen, um nachhaltige Innovation zu beschleunigen.

In einem Umfeld, in dem Innovationsgeschwindigkeit und Systemstabilität zu entscheidenden Erfolgsfaktoren geworden sind, bietet das Engineering digitaler Produkte einen leistungsstarken Ansatz, um die Softwareproduktion zu transformieren. Es geht über den iterativen Projektansatz hinaus und etabliert einen kontinuierlichen Zyklus aus Ideenfindung, Konzeption, Prototyping, Entwicklung, Tests, Rollout und Neuerfindung.

Dieser nutzerzentrierte und datengetriebene Ansatz professionalisiert die Zusammenarbeit, sichert die Daten ab und modernisiert veraltete Backends. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Organisation, Prozesse und Technologie so aufstellen, dass Sie langfristig wettbewerbsfähig bleiben und Innovation zum Motor nachhaltigen Wachstums machen.

Eine kontinuierliche Produktstrategie übernehmen, um schneller zu innovieren

Vom isolierten Projektansatz hin zu einer einheitlichen Produktplattform zu wechseln, verkürzt Entwicklungszyklen und maximiert den Mehrwert für den Anwender. Dazu sind bereichsübergreifende Governance, regelmäßige Iterationen und lückenlose Nachverfolgbarkeit aller Änderungen erforderlich.

Vom Projekt zur nachhaltigen Produktplattform

Das Engineering digitaler Produkte basiert auf der Idee, dass jede Funktion Teil desselben Ökosystems ist und nicht eines einzelnen Projekts. Die Teams arbeiten an einem lebendigen Backlog und priorisieren sowohl Business- als auch Nutzeranforderungen.

Die Releases erfolgen kontinuierlich in kurzen Sprints mit regelmäßigen Reviews, die stetig in die Produkt-Roadmap einfließen.

Dieses Modell fördert Modularität und Skalierbarkeit. Softwarebausteine werden wiederverwendbar: Bei neuen Anforderungen wird nicht von vorn begonnen, sondern vorhandene Module integriert.

Bereichsübergreifende Einbindung und cross-funktionale Teams

In einem Produktmodell arbeiten Entwickler, UX-/UI-Designer und Fachexperten kontinuierlich zusammen. Ideation-Workshops vereinen funktionale, technische und Nutzerperspektiven.

Entscheidungsprozesse werden dadurch verschlankt, da jede Änderung im Vorfeld diskutiert und gemeinsam anhand klarer Kriterien validiert wird: Nutzerimpact, technische Machbarkeit, Sicherheit und DSGVO-Konformität (DSGVO).

Verantwortung wird geteilt: Jedes Teammitglied steuert Kennzahlen bei, identifiziert Risiken und erstellt Prototypen, die vor größeren Entwicklungsaufwänden getestet werden.

Hybride Cloud-Infrastruktur und Versionsverwaltung zur Industrialisierung der Zusammenarbeit

Der Einsatz einer hybriden Cloud-Infrastruktur garantiert Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und Nachvollziehbarkeit der Releases. Alle Code-Branches werden in einem zentralen, dokumentierten und versionierten Repository verwaltet.

CI/CD-Pipelines automatisieren Builds, Tests und Deployments, reduzieren Fehlerraten und verkürzen die Time-to-Market. Pre-Production-Umgebungen werden auf Abruf erstellt.

Open-Source-Komponenten und freie Tools verhindern Vendor-Lock-in und bilden ein skalierbares Fundament. Abhängigkeits-Updates werden geplant und über automatisierte Tests validiert.

Beispiel: Eine Schweizer Bank hat ihre Mobile-App von sequentiellen Projekten auf eine kontinuierliche Plattform umgestellt. Sie bildete ein bereichsübergreifendes Produktteam und automatisierte ihre CI/CD-Pipelines. Ergebnis: 40 % geringere Time-to-Market für neue Features und 60 % weniger Altlasten, was die Vorteile einer einheitlichen Governance für Agilität und Stabilität belegt.

Bestehende Systeme modernisieren und Software-Schulden abbauen

Die schrittweise Re-Engineering-Strategie vom Monolithen zu einer modularen Architektur minimiert Risiken und schafft Freiraum für Innovation. Gezielte Audits, Refactoring und Microservices gewährleisten einen kontrollierten Übergang.

Sicherheitsaudit und evolutionäres Refactoring

Zu Beginn steht die Bestandsaufnahme: eingefrorene Abhängigkeiten, Ad-hoc-Overlays und potenziell kritische Bereiche. Ein Sicherheitsaudit deckt Schwachstellen auf.

Quick Wins werden parallel zur Produkt-Roadmap umgesetzt: Updates gefährdeter Bibliotheken, Isolation instabiler Komponenten und Entkopplung.

Das Refactoring erfolgt iterativ und nach geschäftlicher Priorität. Der Fokus liegt auf den Core-Modulen, die Leistung, Sicherheit und Erweiterbarkeit bestimmen.

Modulare Architektur und Microservices

Die Aufspaltung des Monolithen ermöglicht, jedes Modul als eigenständigen Service mit eigener API und – falls nötig – eigener Datenbank zu betreiben. Das erhöht die Resilienz.

Jeder Microservice kann unabhängig skaliert, deployed und betrieben werden. Die Teams sind für klar abgegrenzte Funktionsbereiche mit kontrollierten Lebenszyklen verantwortlich.

Die Kommunikation zwischen den Services erfolgt über Event-Bus-Systeme oder sichere REST-/GraphQL-APIs, was Nachverfolgung und Monitoring der Nachrichtenflüsse erleichtert.

Beispiel: Ein Schweizer Industrieunternehmen hat seine Produktionssteuerung schrittweise in containerisierte Microservices überführt. Durch die Aufteilung der Business-Workflows sank der Wartungsaufwand für kritische Komponenten um 70 %, und ein kontinuierliches Conformance-Reporting stabilisierte die Infrastruktur, während neue Features ohne Ausfallzeiten eingeführt werden konnten.

Shift-Left-Testing und automatisierte Pipelines integrieren

Durch frühzeitiges Verlegen der Testaktivitäten werden Fehlerkosten reduziert und hohe Qualität bereits in der Designphase sichergestellt. CI/CD-Pipelines orchestrieren kontinuierliche Prüfungen und gewährleisten Konsistenz von Code, Sicherheit und Compliance.

Automatisierung von Unit-Tests und Integrationstests

Die Unit-Tests decken jedes kritische Modul ab und prüfen die Business-Logik so früh wie möglich. Sie sind Teil jedes Commits, um Regressionen sofort zu erkennen.

Integrationstests validieren die Zusammenspiele zwischen den Modulen, insbesondere bei Merges in den Haupt-Branches. Jeder Build startet diese Test-Suites automatisch.

Ergebnisse fließen in Dashboards ein, und definierte Coverage-Schwellen müssen vor einem Pre-Production-Deployment erreicht werden, um absolute Qualitätssicherheit zu gewährleisten.

Continuous Deployment und CI/CD-Pipelines

Die CI/CD-Pipelines übernehmen Kompilierung, Tests, Sicherheitsprüfungen (SAST, DAST) und den Rollout in automatisierte Umgebungen. Fehler brechen die Pipeline ab.

Jede freigegebene Änderung wird zuerst in einer Sandbox, nach erfolgreicher Compliance-Prüfung in Staging deployt. Die Freigabe für die Produktion erfolgt über Multi-Team-Approvals.

Dieser Prozess minimiert Regressionen, da jede Version vorab definierten Kriterien entspricht: Performance, Sicherheit und DSGVO-Konformität.

Softwarequalität und Kennzahlen

Kontinuierliches Messen von Kennzahlen—Testabdeckung, Antwortzeiten, Fehlerquoten—versorgt Health-Indikatoren des Produkts. Für jede Komponente sind Warnschwellen definiert.

Wöchentliche Quality Reviews gleichen diese Kennzahlen mit den Business-Zielen ab und leiten frühzeitig Korrekturmaßnahmen ein, bevor Endnutzer betroffen sind.

Diese Test- und Messkultur schafft einen positiven Kreislauf: Jede Auslieferung erhöht die Stabilität des Produkts und senkt die Gesamtkosten für den Betrieb.

Beispiel: Ein Schweizer Logistikdienstleister implementierte eine umfassende CI/CD-Pipeline mit Unit-Tests, Integrationstests und automatisierten Sicherheitsscans. Das Ergebnis: Die Post-Deployment-Incident-Rate sank um 85 % und die Release-Zyklen verkürzten sich von zwei Wochen auf zwei Tage – ein überzeugender Beleg für die Effizienz des Shift-Left-Ansatzes.

Edana: Strategischer Digitalpartner in der Schweiz

Wir begleiten Unternehmen und Organisationen bei ihrer digitalen Transformation.

Data und KI nutzen, um die Produkt-Roadmap zu steuern

Eine datengetriebene Strategie stützt Produktentscheidungen auf tatsächliche Nutzungs-, Performance- und Kundenzufriedenheitsmetriken. Der Einsatz von KI-Algorithmen ermöglicht Bedarfsprognosen und personalisierte Erlebnisse in großem Maßstab.

Analytics und Kennzahlen für fundierte Entscheidungen

Die Verfolgung zentraler KPIs—Adoptionsrate, Nutzerpfade, Absprungrate—liefert eine quantitative Basis für das Backlog und die Priorisierung von Features.

Feedback-Loops umfassen integrierte Umfragen und Log-Analysen. Jede Verbesserung wird nach vereinbarten Kriterien gemessen, um eine objektive und iterative Steuerung zu gewährleisten.

Dashboards konsolidieren technische und geschäftliche Kennzahlen, vereinfachen Roadmap-Reviews und Anpassungen der Prioritäten entsprechend den strategischen Zielen.

Personalisierte Erlebnisse und Feedback-Loops

KI ermöglicht individuelle Nutzerpfade: Content-Empfehlungen, Interface-Anpassungen oder Feature-Vorschläge für verschiedene Nutzersegmente.

Automatisierte A/B-Tests messen den Impact jeder Variation und deployen nur die leistungsstärksten Versionen an definierte Zielgruppen.

Diese schnellen Feedback-Schleifen optimieren Kundenzufriedenheit und Engagement und liefern gleichzeitig Daten für die Verfeinerung prädiktiver Modelle.

Intelligente Automatisierung und kontinuierliche Weiterentwicklung

Algorithmen überwachen in Echtzeit Produktmetriken—Antwortzeiten, Verfügbarkeit, Fehlerquoten—und starten Alerts oder Auto-Scaling, wenn es erforderlich ist.

KI kann zudem Refactoring-Vorschläge machen, Engpässe identifizieren und Datenbankoptimierungen auf Basis historischer Incident-Daten empfehlen.

Diese intelligente Überwachung antizipiert Service-Störungen, sichert den Produkt-Lebenszyklus und steigert Resilienz und Geschwindigkeit von Weiterentwicklungen.

Reinventieren Sie Ihr Product Engineering für nachhaltigen Vorsprung

Mit einer kontinuierlichen Vorgehensweise, der Modernisierung Ihrer Altsysteme, frühzeitiger Testintegration und daten- sowie KI-gestützter Steuerung wandeln Sie Softwareentwicklung in ein solides Produkt-Engineering um. Dieser Ansatz industrialisiert die Zusammenarbeit, sichert Daten und gewährleistet Iterationsgeschwindigkeiten, die Ihre Business-Ziele für die nächsten fünf bis zehn Jahre abdecken.

Unsere Expert:innen unterstützen CIOs, IT-Leiter und Projektverantwortliche bei der Implementierung modularer, skalierbarer und sicherer Methoden. Wir helfen Ihnen, die Balance zwischen Open-Source-Lösungen und maßgeschneiderten Entwicklungen zu finden, Vendor-Lock-in zu vermeiden und langfristig den ROI zu maximieren.

Besprechen Sie Ihre Herausforderungen mit einem Edana-Experten

Von Benjamin

Digitaler Experte

VERÖFFENTLICHT VON

Benjamin Massa

Benjamin ist ein erfahrener Strategieberater mit 360°-Kompetenzen und einem starken Einblick in die digitalen Märkte über eine Vielzahl von Branchen hinweg. Er berät unsere Kunden in strategischen und operativen Fragen und entwickelt leistungsstarke, maßgeschneiderte Lösungen, die es Organisationen und Unternehmern ermöglichen, ihre Ziele zu erreichen und im digitalen Zeitalter zu wachsen. Die Führungskräfte von morgen zum Leben zu erwecken, ist seine tägliche Aufgabe.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zur digitalen Produktentwicklung

Wie gelingt der Wandel von abgegrenzten Projekten zu einer durchgängigen Produktplattform?

Die Umstellung basiert auf einer übergreifenden Governance, einem lebendigen Backlog und kurzen Sprints. Anstatt isolierte Proof-of-Concepts nacheinander abzuarbeiten, werden alle Funktionen in einem gemeinsamen Ökosystem gebündelt. Regelmäßige Iterationen, häufige Reviews und permanente Nachverfolgbarkeit sorgen für eine einheitliche Roadmap, höhere Modularität und einen schnellen Mehrwert für den Anwender.

Welche Vorteile bietet ein cross-funktionales Team für die Entwicklung digitaler Produkte?

Cross-funktionale Teams vereinen Entwickler, UX/UI-Designer und Fachexperten. Diese permanente Zusammenarbeit erleichtert Entscheidungen anhand klarer Kriterien (Nutzerwirkung, Machbarkeit, Sicherheit, Compliance), verteilt die Verantwortung für Kennzahlen und beschleunigt die Erstellung und frühzeitige Tests von Prototypen. Das Ergebnis: Eine reaktionsschnellere und bedarfsgerechtere Innovation.

Wie lässt sich die Zusammenarbeit industrialisieren und die Auslieferungen mit Cloud und CI/CD absichern?

Durch eine sichere hybride Cloud-Infrastruktur und ein zentrales, versioniertes Code-Repository wird Verfügbarkeit und Nachverfolgbarkeit gewährleistet. CI/CD-Pipelines automatisieren Builds, SAST/DAST-Tests und Deployments in temporären Umgebungen. Dieser Ansatz minimiert manuelle Fehler, beschleunigt Rollouts und verhindert Vendor-Lock-in dank Open Source.

Worin besteht die modulare Überarbeitung eines Monolithen und welche Risiken sind damit verbunden?

Bei der modularen Überarbeitung wird ein Monolith in autonome Microservices mit eigenen APIs zerlegt. Jeder Service kann unabhängig weiterentwickelt und deployt werden, was die Resilienz steigert. Risiken sind erhöhte Komplexität der Service-Kommunikation und das Management verteilter Daten. Iterative Audits und Refactorings begrenzen diese Hürden.

Wie integriert man Shift-Left effektiv und automatisiert Tests in den Pipelines?

Shift-Left verlagert Testaktivitäten so früh wie möglich in den Entwicklungszyklus. Unit-Tests werden direkt bei Commits ausgeführt, Integrationstests bei jedem Merge und es wird ein Mindestmaß an Testabdeckung vor dem Pre-Production-Deployment festgelegt. Automatisiert in der CI/CD-Pipeline stellen diese Kontrollen bereits in der Entwurfsphase hohe Qualität sicher.

Welche Metriken sollte man verfolgen, um Qualität und Produkt-Roadmap zu steuern?

Beobachten Sie technische Kennzahlen (Testabdeckung, Fehlerquote, Antwortzeiten) und fachliche (Nutzungsraten, User-Flows, Feedback). Konsolidieren Sie sie in Dashboards und setzen Sie Alarmschwellen. Wöchentliche Reviews vergleichen die Daten mit den strategischen Zielen und leiten schnelle Gegenmaßnahmen ein, um eine objektive und iterative Steuerung zu gewährleisten.

Wie optimieren KI und Analytics die Produktentscheidungen?

Eine datengetriebene Strategie nutzt Echtzeit-Dashboards zur Überwachung von Nutzung und Zufriedenheit. KI wertet diese Daten aus, um Bedürfnisse vorherzusagen, Nutzerpfade zu personalisieren und Optimierungsempfehlungen (Refactorings, Auto-Scaling) zu geben. Automatisierte A/B-Tests messen den Einfluss von Varianten und schließen den Feedback-Loop, um das Engagement zu maximieren.

Welche Fallstricke gilt es zu vermeiden, wenn man eine kontinuierliche Produktentwicklungsstrategie einführt?

Vermeiden Sie Team-Silos, fehlende übergreifende Governance und Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter. Unterschätzen Sie nicht das anfängliche System-Audit, die Definition eines lebendigen Backlogs und das sofortige Einführen automatisierter Tests. Setzen Sie auf einen modularen, Open-Source-Ansatz, um flexibel zu bleiben.

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