Zusammenfassung – Digitale Initiativen scheitern oft, weil reale Nutzungs- und Kundenentscheidungen vernachlässigt werden, was zu Silos, Reibungen im Ablauf und unzureichend qualifizierten Leads führt. Durch die Abstimmung von Governance und Leadership, den Einsatz einer agilen, CX-zentrierten Methodik sowie die Kartierung und Optimierung jedes Touchpoints mit Personalisierung und Automatisierung schaffen Sie ein nahtloses Erlebnis und generieren hochwertige Leads. Lösung: pragmatische CX-Roadmap mit Co-Design-Workshops, Verhaltensanalysen und agiler Governance für schnelle Adoption und ROI.
Die meisten Digitalisierungsinitiativen scheitern nicht an einem Mangel an Technologie, sondern weil sie die tatsächlichen Nutzungsgewohnheiten und Entscheidungsprozesse der Kunden außer Acht lassen. Indem Unternehmen das Kundenerlebnis von Beginn an in den Mittelpunkt eines Projekts stellen, bringen sie ihre Abteilungen in Einklang, passen ihre Prozesse an und maximieren die Wirkung ihrer digitalen Werkzeuge.
Über die reine Nutzererfahrung hinaus erweist sich die Beratung im Bereich Kundenerlebnis als strategischer Hebel, um komplexe Entscheidungsprozesse zu strukturieren, Vertriebsabläufe zu transformieren und qualitativ hochwertigere Leads zu generieren. Bevor in Schnittstellen oder Funktionen investiert wird, ist es daher unerlässlich, die Motivationen, Hemmnisse und Erwartungen Ihrer Kunden zu verstehen und Technologie als Beschleuniger einer klaren Strategie einzusetzen.
Interne Teams für eine gemeinsame Vision ausrichten
Ein erfolgreiches Digitalprojekt entsteht durch die Abstimmung von Geschäftsleitung, Fachbereichen und IT auf ein einheitliches Kundenverständnis. Ohne diesen Zusammenhalt verfolgen die einzelnen Silos eigene Prioritäten – zum Nachteil der reibungslosen Customer Journey.
Governance und Führung
Um alle Beteiligten effektiv einzubinden, ist es entscheidend, eine klare Governance zu etablieren, in der die Geschäftsführung, die Fachverantwortlichen und die IT von Anfang an zusammenarbeiten. Dieses Lenkungsgremium sollte sich regelmäßig treffen, um Prioritäten zu bewerten und die wesentlichen Kundenzufriedenheitskennzahlen zu teilen. So basieren strategische Entscheidungen auf einer einheitlichen Sichtweise und die Risiken funktionaler sowie budgetärer Abweichungen werden minimiert.
Die konkrete Einbindung der Führungskräfte legitimiert den auf das Kundenerlebnis ausgerichteten Ansatz und stärkt das Engagement der Teams. Entscheidungen werden weniger als Einschränkungen wahrgenommen, sondern vielmehr als Hebel zur Steigerung der Gesamtleistung. Dieses geteilte Leadership fördert die kollektive Verantwortungsübernahme.
Es empfiehlt sich zudem, einen fachlichen Sponsor aus der Geschäftsleitung zu benennen, der die Stimme des Kunden gegenüber den technischen und Marketing-Teams vertritt. Dieser Sponsor trägt dazu bei, den Fokus auf reale Nutzungsanforderungen zu richten und Architektur- oder Designentscheidungen in Bezug auf ihre Auswirkungen auf Zufriedenheit und Kundenbindung zu validieren.
Kommunikation und agile Methodik
Ein agiler Ansatz fördert Transparenz und kontinuierliche Anpassung. Durch kurze, regelmäßige Meetings (Daily Stand-ups, Sprint Reviews) erhält jedes Team einen Überblick über den gesamten Fortschritt und das Kundenfeedback nahezu in Echtzeit. Die Iterationen ermöglichen es, funktionale Prioritäten anzupassen und Kurskorrekturen vorzunehmen, bevor Entwicklungen kostspielig werden.
Die gemeinsame Dokumentation, etwa mit Open-Source- oder lokal gehosteten Kollaborationstools, stellt die Nachverfolgbarkeit von Entscheidungen sicher und erleichtert neuen Mitarbeitenden den Einstieg. User Stories, die gemeinsam von Fachbereichen und Entwicklern verfasst werden, beschreiben die Kundenanforderungen konkret und messbar.
Indem der Backlog anhand validierter Kundenbedarfe sowie Prototypen oder Nutzertests strukturiert wird, stellt man sicher, dass jeder Sprint wahrnehmbare Mehrwerte schafft. Dieser Ansatz verringert Rückschritte und stärkt das Vertrauen aller Beteiligten in den digitalen Prozess.
Kundenorientierte Kultur
In einer starken Kundenkultur versteht jedes Organisationsmitglied, dass seine technischen und Marketingentscheidungen zum finalen Erlebnis beitragen. Immersive Workshops, in denen interne Teams in die Rolle der Kunden schlüpfen, decken bislang unerkannte Reibungspunkte auf. Diese Sessions vertiefen das Verständnis für die Customer Journey und zeigen die Bereitschaft, den Kunden in jeder Entscheidung zu berücksichtigen.
Eine mittelgroße Online-Dienstleistungsgenossenschaft in der Schweiz veranschaulicht dieses Prinzip: Durch die Einführung immersiver Journeys für IT- und Marketingteams wurden redundante Schritte im Anmeldeprozess identifiziert. Dieser Erkenntnis folgend wurde das Registrierungsformular vereinfacht, wodurch Supportanrufe um 40 % zurückgingen – ein Beleg für die direkte Wirkung einer geteilten Kultur.
Über Prozesse hinaus fördern Anerkennung und Würdigung kundenorientierter Initiativen (z. B. durch KPIs oder interne Zeremonien) die kontinuierliche Innovation. Das Kundenerlebnis wird so zu einem abteilungsübergreifenden Thema, das nicht mehr ausschließlich dem UX-Design oder Digitalmarketing vorbehalten ist.
Entscheidungsprozesse kartieren und optimieren
Bevor technologische Implementierungen erfolgen, ist es unerlässlich, die Kundenreise von der Entdeckung bis zur Entscheidung zu visualisieren. Diese Kartierung deckt Reibungspunkte auf und hilft, digitale Interventionen gezielt zu priorisieren.
Schlüsselphasen identifizieren
Jede B2B-Kundenreise umfasst verschiedene Phasen: Awareness, Consideration, Evaluation und Decision. Durch die genaue Erfassung der Berührungspunkte potenzieller Kunden mit Ihrer digitalen Welt (Website, Inhalte, Simulationstools) werden die Bereiche hervorgehoben, die besondere Aufmerksamkeit erfordern. Diese Granularität ermöglicht es, die Journey nach Entscheidungsträgertypen und Reifegraden zu segmentieren.
Die Erstellung ausführlicher Personas auf Basis von Interviews und effektivem Data Wrangling liefert ein tiefes Verständnis für Bedürfnisse und Hindernisse jeder Zielgruppe. Solche Profile erleichtern die teamübergreifende Kommunikation und stellen sicher, dass die entwickelten Funktionen die richtigen Herausforderungen adressieren.
Es ist außerdem sinnvoll, die durchschnittliche Dauer jeder Entscheidungsphase sowie die Abbruchraten an den einzelnen Touchpoints zu quantifizieren. Diese Metriken, kombiniert mit dem durchschnittlichen Kundenwert, steuern die Ressourcenausstattung und die Relevanz digitaler Lösungen.
Co-Design-Workshop
Die Zusammenführung von Kunden, internen Teams und Kundenerlebnis-Experten in Co-Design-Workshops fördert pragmatische und praxisnahe Ideen. In diesen partizipativen Sessions lassen sich Prototypen von Customer Journeys schnell testen und direktes Feedback einholen, bevor Entwicklungsaufwände entstehen. Sie erhöhen die Akzeptanz bei den Endnutzern und verringern das Risiko von Abneigung gegenüber neuen Lösungen.
Ein schweizerisches Industrie-KMU führte einen solchen Workshop für sein Produktkonfigurationstool durch. Dank Co-Design wurde der Online-Angebotsprozess vereinfacht und Parametrisierungsfehler vermieden. Dieses Vorgehen zeigte, dass das frühzeitige Einbinden der Praxisanforderungen zu robusteren Lösungen und einer schnelleren Nutzerakzeptanz führt.
Mit jedem Workshop werden die User Flows verfeinert und Mikro-Interaktionen identifiziert, die zusätzlichen Mehrwert bieten. Jede Iteration reduziert Unsicherheiten und stellt sicher, dass die gelieferten technischen Funktionen den tatsächlichen Kundenbedürfnissen entsprechen.
Messung von Reibungspunkten
Der Einsatz von Verhaltensanalyse-Tools (Heatmaps, Sitzungsaufzeichnungen, individuelle Analytics) ermöglicht die Quantifizierung von Abbrüchen und Verwirrungen. Diese Erkenntnisse leiten Anpassungen in Navigation, Inhaltsstruktur und Call-to-Action-Hierarchie.
Ergänzend bieten Post-Interaction-Umfragen und qualitative Interviews Einblicke in Motivationen und Hemmnisse, die durch reine Datenanalysen nicht erfassbar sind. Dieser zweigleisige Ansatz gewährleistet eine umfassende Diagnose.
Gezielte Optimierungen – etwa die Überarbeitung eines Formulars oder die Präzisierung eines Labels – basieren so auf konkreten Kennzahlen. Sie vermeiden kosmetische Änderungen und konzentrieren sich auf Hebel mit hohem Einfluss auf die Konversionsrate im Entscheidungsprozess.
Edana: Strategischer Digitalpartner in der Schweiz
Wir begleiten Unternehmen und Organisationen bei ihrer digitalen Transformation.
Vertriebsprozesse digital neu denken
Traditionelle Vertriebsprozesse müssen weiterentwickelt werden, um kanalübergreifend ein konsistentes und reibungsloses Erlebnis zu bieten. Digital ist nicht Ersatz, sondern Verstärkung menschlicher Interaktionen.
Digitalisierung der Touchpoints
Jeder Kontaktpunkt – Website, Newsletter, Chat, Mobile App – sollte als Teil desselben Prozesses betrachtet werden. Eingaben und Interaktionen werden kanalübergreifend synchronisiert, um wiederholte Dateneingaben zu vermeiden und eine durchgängige Erfahrung zu gewährleisten. Diese Integration glättet die Kundenbeziehung und stärkt die Markencredibility.
Die Digitalisierung der Touchpoints erfordert zudem die konsequente Anwendung von Corporate Design und Markenbotschaft auf allen Kanälen, um visuelle und inhaltliche Konsistenz sicherzustellen. So nehmen potenzielle Kunden ein starkes, professionelles Markenbild wahr.
Personalisierung und proaktive Empfehlungen
Basierend auf gesammelten Daten aus früheren Interaktionen lassen sich maßgeschneiderte Inhalte, Angebote oder Demo-Szenarien anbieten. Diese Personalisierung erhöht das Engagement und verkürzt die Entscheidungszyklen, da Interessenten relevante Vorschläge ohne aufwändige Analysephase erhalten.
Intelligente Segmentierung, gestützt auf Data Mining, priorisiert Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Die aktivsten Interessenten bekommen gezielte Follow-ups, während weniger reife Kontakte mit informativen Inhalten weiterqualifiziert werden.
Ein Finanzdienstleister automatisierte den Versand personalisierter Simulationen je nach Profil und Browsing-Historie seiner Besucher. Diese Maßnahme steigerte die Terminvereinbarungsquote um 25 % und bewies, dass proaktive Empfehlungen die Lead-Qualität deutlich erhöhen.
Intelligente Automatisierung
Über einfache Chatbots hinaus befasst sich intelligente Automatisierung mit der Lead-Qualifizierung, der Zuweisung an Vertriebsmitarbeiter und dem Follow-Up. Ein dynamischer Workflow passt die Kontaktfrequenz an den Grad des Interesses und den bevorzugten Kanal an, um Übersollicitierung zu vermeiden und gleichzeitig die persönliche Beziehung aufrechtzuerhalten.
Automatisierte Szenarien berücksichtigen das Verhalten des Interessenten – etwa den Download eines Whitepapers, den Besuch einer Produktseite oder die Interaktion mit einem Berater. Jedes Ereignis löst eine spezifische Aktion aus, die eine reaktionsstarke und kontextbezogene Erfahrung sicherstellt.
Gut geplante Automatisierungen entlasten Vertriebsteams, sodass sie sich auf wertschöpfende Gespräche konzentrieren können, während das System gleichzeitig eine lückenlose Nachverfolgung ermöglicht. So gewinnen Sie an Effizienz und Qualität in der Kundenansprache.
Leadgenerierung und Konversion dank Kundenerlebnis maximieren
Eine gut orchestrierte Kundenerlebnisstrategie zieht qualifiziertere Interessenten an und steigert deutlich die Konversionsraten. Jede optimierte Interaktion trägt zum Aufbau von Vertrauen bei.
Wertvolle Inhalte und Ressourcen
Hochwertige Inhalte – Fallstudien, Praxisleitfäden, Webinare – ziehen gezielt qualifizierte Besucher an. Diese Ressourcen unterstützen die Entscheidungsreise und positionieren das Unternehmen als Vordenker. Ein Content Hub erleichtert den Zugriff auf diese Assets und schafft wiederkehrende Anlaufpunkte.
Der bedingte Download eines Whitepapers dient als erste Qualifizierungsebene. Im Austausch gegen Kontaktdaten erhalten Sie Einblicke in Interessenfelder und können Ihr Messaging entsprechend anpassen. Solche ersten Interaktionen festigen die Beziehung und beschleunigen die Reifung des Leads.
Erfolg beruht auf dem richtigen Mix aus Quantität und Qualität von Inhalten. Es geht nicht darum, ein Blog zu füllen, sondern die konkreten Fragen der Entscheider in jeder Phase des Prozesses zu beantworten.
Formulare und Customer Journey optimieren
Jedes Formularfeld stellt potenziell einen Abbruchpunkt dar. Durch einfache Gestaltung, Vorausfüllungen und mehrstufige Abläufe reduziert man Friktion. Dynamische Formulare, die Fragen basierend auf vorherigen Antworten anpassen, verringern das Gefühl von Überforderung.
A/B-Tests zu Labels, Feldreihenfolgen oder Designs basierend auf echten Daten verbessern kontinuierlich die Performance. Optimierungen sollten immer auf messbaren Erfolgskennzahlen beruhen.
Eine durchdachte Journey leitet den Interessenten, ohne ihn zu drängen: Bestätigungsmeldungen, automatische Erinnerungen und motivierende Hinweise fördern die Conversion.
Feedback und kontinuierliche Verbesserung
Direktes Feedback (z. B. kurze Umfragen nach jeder Schlüsselinteraktion) hilft, Reibungspunkte schnell zu identifizieren und zu beheben. Diese Rückmeldungen speisen eine kontinuierliche Optimierungsschleife, in der jede Änderung getestet und gemessen wird.
Interne Rückmeldungen (Vertrieb, Support) ergänzen die Kundendaten und liefern wertvolle Markt-Insights, die Analytics-Daten allein nicht abbilden. Diese Praxis-Erkenntnisse decken ungenutzte Potenziale auf und helfen, Prioritäten richtig zu setzen.
Durch die konsequente Nutzung dieser Rückmeldungen passen Unternehmen Workflows, Inhalte und Schnittstellen ständig an die Erwartungen an – und steigern so dauerhaft die Gesamtkonversionsrate.
Das Kundenerlebnis zum Wettbewerbsvorteil machen
Eine kundenzentrierte Strategie wandelt jede digitale Initiative in einen Performance- und Bindungstreiber um.
Indem Sie interne Teams ausrichten, Entscheidungsprozesse kartieren, Touchpoints strategisch digitalisieren und die Leadgenerierung optimieren, schaffen Sie einen positiven Kreislauf. Jeder Schritt stärkt die Wahrnehmung Ihrer Marke und erleichtert die Reise vom Interessenten zum Kunden.
Unsere Experten unterstützen Sie dabei, eine pragmatische CX-Roadmap zu entwickeln, die richtigen Tools zu implementieren und eine agile, kundenbezogene Governance aufzubauen. Das Ziel: schnelle Akzeptanz, messbare Erfolge und kontinuierliche Anpassung an Marktveränderungen.
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