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Cloud et Cybersécurité (DE)

Digitale Souveränität von Versicherern: Cloud, KI und Governance für eine resiliente IT ausbalancieren

Auteur n°16 – Martin

Von Martin Moraz
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Zusammenfassung – Der Wettbewerbsdruck, schwankende Schadensfälle und regulatorische Anforderungen zwingen Versicherer, die Souveränität ihres IT-Systems zu gewährleisten und gleichzeitig Agilität zu steigern sowie Kosten zu kontrollieren. Durch die Kombination von Cloud und KI lassen sich Aktivitätsspitzen antizipieren, das Schadenmanagement automatisieren, IT-Ressourcen kontinuierlich optimieren und Daten über eine robuste, Multi-AZ- oder Multi-Cloud-Governance nach DORA absichern.
Lösung: Eine souveräne Plattform mit klaren Business-Zielen, Team­schulungen, erprobten Frameworks und dokumentiertem Exit-Plan aufbauen.

Der Wettbewerbsdruck, die Volatilität der Schadensfälle und die gesetzlichen Anforderungen drängen Versicherer dazu, ihr Informationssystem neu auszurichten. Die Kombination aus Cloud und Künstlicher Intelligenz auf einer digitalen Souveränitätsplattform gilt heute als Schlüssel, um Aktivitätsspitzen vorherzusehen, Schadenmeldungen automatisiert zu bearbeiten und IT-Ressourcen optimal einzusetzen.

Diese Transformation muss jedoch auf soliden Grundlagen fußen: verständliche Business-Ziele, kontinuierliche Schulung der Teams, klare Governance und verstärkte Sicherheit. Gleichzeitig erfordert die digitale Souveränität ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Multi-Cloud-Flexibilität und der Kontrolle von Abhängigkeiten. Dieser Artikel bietet einen pragmatischen Ansatz, um Agilität, Compliance und IT-Resilienz in der Versicherungsbranche zu verbinden.

Cloud und KI: Katalysatoren einer resilienten IT

Die Kombination aus Cloud und KI ermöglicht es, Lastschwankungen automatisch vorherzusagen und Geschäftsprozesse zu optimieren. Sie bietet die nötige Agilität, um auf Schaden­saisons und unvorhergesehene Krisen reagieren zu können.

Mit skalierbaren Diensten und integrierten Prognosemodellen wird die Infrastruktur zu einer intelligenten Plattform, die sich in Echtzeit selbst anpasst.

Spitzenbelastungen frühzeitig erkennen

Schadensfälle folgen oft saisonalen oder konjunkturellen Mustern: Frühjahrsüberschwemmungen, Winterstürme oder Pandemien. Durch die Kombination historischer, meteorologischer und verhaltens­bezogener Daten sagen KI-Modelle Hochlastphasen zuverlässig voraus.

Die Elastizität der Cloud ermöglicht dann die automatische Bereitstellung zusätzlicher Kapazitäten, ohne Ressourcen in Niedriglastzeiten zu blockieren. Diese geplante Skalierung reduziert das Risiko von Überlastungen und garantiert ein reibungsloses Benutzererlebnis.

Die dynamische Dimensionierung minimiert zudem Verschwendung und behält die Infrastrukturkosten im Griff. Anstatt physische Server für seltene Spitzen anzuschaffen, bezahlt der Versicherer nur die tatsächlich genutzten Ressourcen.

Beispiel: Ein E-Commerce-Anbieter hat eine Wetter- und Verkehrsvorhersage-Engine integriert, um seine Cloud-Ressourcen täglich anzupassen. Dadurch konnten die Mehrkosten bei Lastspitzen um 35 % gesenkt werden, während die API-Antwortrate bei über 99,8 % blieb.

Ressourcenoptimierung

Über die reine Skalierung hinaus bieten Cloud-Plattformen verwaltete Dienste für Datenbanken, Storage und Computing. Diese Bausteine werden von den Hyperscalern optimiert und zeichnen sich durch performante und kosteneffiziente Skalierung aus.

KI-Modelle nutzen diese Dienste, um Cluster kontinuierlich neu zu kalibrieren und Rechenaufgaben nach geschäftlicher Priorität zu verteilen. Unkritische Workloads können als Spot-Instanzen ausgeführt werden, was noch günstiger ist.

Diese automatisierte Orchestrierung entlastet die Betriebsteams von Tuning- und Monitoring-Aufgaben. Sie können sich stattdessen auf die Entwicklung neuer Services oder die Verbesserung prädiktiver Algorithmen konzentrieren.

Durch die präzise Abstimmung aller Ressourcen erreicht der Versicherer ein Gleichgewicht zwischen Leistung, Kosten und Energieverbrauch, was auch zu den ESG-Zielen beiträgt.

Automatisierung der Schadenbearbeitung

KI-gestützte Klassifizierung von Schadenmeldungen beschleunigt die Zuordnung und leitet Fälle an die richtigen Teams weiter. Auf Basis von Hunderttausenden historischer Fälle erkennen die Klassifizierungsmodelle die Schwere und priorisieren dringende Anliegen.

Claim Bots extrahieren automatisch Anhänge, prüfen die Vollständigkeit der Unterlagen und starten Workflows. Die Mitarbeitenden konzentrieren sich auf komplexe Fälle, während der Rest nahezu in Echtzeit im Batch-Modus abgearbeitet wird.

Diese End-to-End-Optimierung verkürzt die durchschnittliche Bearbeitungszeit und steigert die Zufriedenheit der Versicherten. Kennzahlen wie die Zeit bis zum Entschädigungsangebot verkürzen sich um mehrere Tage.

Insgesamt senkt die Automatisierung die Schadenbearbeitungskosten und stärkt die Wahrnehmung der Reaktionsfähigkeit des Versicherers – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Unverzichtbare Grundlagen für eine souveräne und skalierbare Plattform

Um Cloud und KI voll auszuschöpfen, müssen Versicherer tragfähige Fundamente legen: klare Business-Ziele, kontinuierliche Schulung und strukturierte Governance. Ohne diese Pfeiler bleibt die Transformation oberflächlich und riskant.

Die Einführung bewährter Standards und anerkannter Methodik-Frameworks gewährleistet einen konsistenten, reproduzierbaren Rollout mit Nachvollziehbarkeit und Kostenkontrolle.

Klare Definition der Business-Ziele

Jedes Cloud-KI-Projekt sollte mit einer klaren Geschäftsfrage beginnen, etwa der Senkung der durchschnittlichen Schadenbearbeitungskosten oder der Beschleunigung von Schadenmeldungen.

Die Abstimmung dieser Ziele auf die Gesamtstrategie des Versicherers ermöglicht die Priorisierung wertschöpfender Initiativen und verhindert ROI-lose Experimente.

Messbare KPIs (Reaktionszeit, Automatisierungsgrad, TCO) sind im Vorfeld festzulegen, um das Projekt effektiv steuern zu können.

Diese Vorgehensweise verhindert isolierte Proof-of-Concepts und schafft eine kohärente Roadmap für die gesamte IT-Abteilung.

Kontinuierliche Ausbildung der Teams

Cloud und KI entwickeln sich schnell weiter, sodass Kompetenzen innerhalb weniger Monate veralten können. Regelmäßige Schulungen garantieren den optimalen Einsatz neuer Dienste.

Trainingsprogramme müssen sowohl technische Themen (Infrastructure as Code, MLOps, Data Engineering) als auch Governance- und Sicherheitsaspekte abdecken.

Hands-on-Workshops und interne Zertifizierungen fördern den Tool-Umgang und die Verbreitung bewährter Praktiken im Unternehmen.

Diese Skills-Offensive minimiert Fehlkonfigurationen, verringert potenzielle Sicherheitslücken und stärkt das Vertrauen in die digitale Transformation.

Verstärkte Sicherheit und transparente Governance

Der Schutz von Kundendaten und die Resilienz der Infrastruktur setzen strenge Sicherheitsrichtlinien voraus: Verschlüsselung, granulare Identity and Access Management (IAM), Cloud-Firewalls und kontinuierliches Monitoring.

Eine zentrale Governance mit Architektur- und Change-Review-Komitees sichert die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen und die Einhaltung von Vorschriften (GDPR, DORA).

Regelmäßig getestete Notfallwiederherstellungspläne (Disaster Recovery) garantieren Servicekontinuität im Ernstfall.

Dieses “Security by Design” stärkt auch das Vertrauen von Regulierungsbehörden und Partnern und trägt zur digitalen Souveränität bei.

Einführung anerkannter Frameworks

Die AWS Well-Architected Framework, das Microsoft Cloud Adoption Framework und das Google Cloud Architecture Framework liefern einen Best-Practice-Katalog für Robustheit, Performance, Sicherheit und Kostenoptimierung.

Sie begleiten den gesamten Cloud-Lebenszyklus: Strategie, Design, Deployment, Betrieb und kontinuierliche Verbesserung.

So lassen sich bestehende Architekturen evaluieren und Maßnahmenpläne zur Schließung von Lücken im “State of the Art” erstellen.

Beispiel: Ein mittelständisches Finanzinstitut hat sich am AWS Well-Architected Framework orientiert, um seine Back-Office-Infrastruktur zu überarbeiten. Dabei konnten die jährlichen Cloud-Kosten um 20 % gesenkt werden, während das SLA für kritische APIs verbessert wurde.

Edana: Strategischer Digitalpartner in der Schweiz

Wir begleiten Unternehmen und Organisationen bei ihrer digitalen Transformation.

Pragmatische Ansätze für digitale Souveränität

Statt einem Dogma aus Multi-Cloud sollten die meisten Versicherer einen Hauptanbieter mit Resilienzgarantien wählen. Ein kontrolliertes Lock-in mit Exit-Strategie gemäß DORA ist häufig pragmatischer.

Multi-Cloud bietet zwar Flexibilität und regionale Compliance, verursacht jedoch hohe Komplexität, Integrationsaufwand und Governance-Bedarf.

Vorteile und Herausforderungen von Multi-Cloud

Multi-Cloud ermöglicht die Verteilung von Workloads nach Stärken der einzelnen Anbieter und erfüllt Datenspeicherpflichten.

Die Steuerung mehrerer Umgebungen erfordert jedoch spezialisierte Kompetenzen, Multi-Plattform-Management-Tools und standardisierte Betriebsabläufe.

Tool-, Lizenz- und Schulungskosten können die anfänglichen Vorteile schnell zunichtemachen, insbesondere ohne klar definierte Anwendungsfälle.

In stark regulierten Szenarien bleibt Multi-Cloud relevant, muss aber von robuster Governance begleitet werden, um IT-Silos zu vermeiden.

Kontrolliertes Lock-in und Resilienz

Sich für einen Hauptanbieter zu entscheiden bedeutet nicht, die digitale Souveränität aufzugeben. Multi-AZ- und Multi-Region-Architekturen gewährleisten hohe Verfügbarkeit und schnelle Wiederherstellung im Ausfallfall.

Infrastructure as Code und standardisierte Container (Kubernetes) reduzieren technologischen Vendor Lock-in und erleichtern Cross-Cloud-Deployments.

Dieses partielle Lock-in ermöglicht zentrale Kosten- und Betriebssteuerung und bewahrt gleichzeitig die Möglichkeit, Workloads bei Bedarf zu exportieren.

Beispiel: Ein mittelständischer Industrie­hersteller setzte auf einen einzigen Cloud-Anbieter in zwei europäischen Regionen. Diese Strategie ermöglichte 99,99 % Verfügbarkeit und behielt die Flexibilität einer geplanten Migration zu einem Zweitanbieter bei sich ändernden Vertragsbedingungen.

DORA-Compliance und Exit-Strategie

Die DORA-Verordnung stellt hohe Anforderungen an das Risikomanagement von ICT-Drittanbietern und schreibt Notfallpläne vor.

Versicherer müssen Abhängigkeiten dokumentieren, ihre Disaster-Recovery-Pläne regelmäßig testen und klare Exit-Klauseln mit den Cloud-Providern vereinbaren.

Ein “Pull-Based Model” und hersteller­unabhängige Backups gewährleisten minimale Portierbarkeit von Daten und Workloads.

Diese Vorbereitung vermeidet Überraschungen bei Ausfällen oder Vertragsänderungen und sichert die operative Souveränität.

Komplexität und verstärkte Governance

Die Pflege einer Multi-Cloud-Architektur oder eines kontrollierten Lock-ins erfordert eine detaillierte Überwachung: permanent Inventar, Kostenkontrolle und Sicherheits-Audits.

Eine zentrale Cloud-Management-Plattform konsolidiert Logs, Metriken und Alarme an einem Ort.

Regelmäßige Cloud-Strategie-Komitees überprüfen Beschaffungsrichtlinien, passen Budgets an und bewerten die Workload-Verteilung neu.

Diese übergreifende Governance sichert die Einhaltung interner Richtlinien und regulatorischer Vorgaben und optimiert zugleich Ressourceneinsatz und Investitionen.

Governance für KI und Transparenz statt Black Box

Um KI zu beherrschen und digitale Souveränität zu wahren, ist eine eigene Governance unerlässlich, die Erklärungspflicht und regelmäßige Audits sicherstellt. Ohne Transparenz bleibt KI eine hochriskante Black Box.

Die Integration von Modellen in den IT-Servicekatalog und deren kontinuierliche Überwachung fördern ein gemeinsames Verständnis und kohärente Steuerung.

Steuerung und Überwachung von KI-Modellen

Jedes eingesetzte Modell muss in einem zentralen Register mit Versionen, Parametern und Performance-Kennzahlen erfasst werden.

Die MLOps-Pipelines automatisieren Training, Tests und Deployment und liefern Berichte über Daten-Drift und prädiktive Qualität.

Ein einheitliches Dashboard überwacht in Echtzeit Genauigkeitsraten, Ablehnungskosten und Business-Impact der Modelle und erleichtert die Interpretation für IT und Risikomanagement.

Dieses Observatorium verhindert algorithmische Abweichungen und erlaubt schnelle Reaktionen bei Leistungsabfall oder entdeckten Biases.

Erklärbarkeit und regelmäßige Audits

Erklärbarkeitsverfahren (SHAP, LIME) zerlegen den Einfluss einzelner Variablen auf die Endentscheidung und bieten Data Scientists, Juristen und Auditoren klare Einblicke.

Vierteljährliche Reviews prüfen die Datenqualität, regulatorische Compliance und Auswirkungen von Modell-Updates.

Dieses kontinuierliche Audit stärkt das Vertrauen der Geschäftsleitung und der Aufsichtsbehörden und mindert juristische und reputationsbezogene Risiken.

Zugleich deckt es Verbesserungsmöglichkeiten auf, etwa durch Hinzufügen fachlicher Variablen zur Verfeinerung der Betrugserkennung oder komplexer Schadenprognosen.

Anwendungsfälle und fachliche Anpassung

Die Governance muss pragmatisch bleiben: Jeder KI-Anwendungsfall wird nach seinem geschäftlichen Mehrwert, Risiko und Wartungsaufwand bewertet.

Erfahrungs­rückmeldungen fließen in iterative Verbesserungszyklen ein und sichern die Zukunftsfähigkeit und Skalierbarkeit der Plattform.

Sichern Sie die Resilienz und Souveränität Ihrer Versicherungs-IT

Durch die Kombination von Cloud und KI in einer sicher governed und DORA-konformen Infrastruktur können Versicherer Lastspitzen vorausplanen, Prozesse automatisieren und Kosten optimieren. Die Grundlagen bilden klare Business-Ziele, kontinuierliche Schulung, transparente Governance und der Einsatz bewährter Frameworks. Statt einer komplexen Multi-Cloud-Strategie erweist sich oft ein kontrolliertes Lock-in mit Multi-AZ-Garantien und dokumentierter Exit-Strategie als effektiver Weg zur digitalen Souveränität.

Unsere Experten unterstützen Sie gerne bei der Analyse Ihrer Architektur, der Definition eines maßgeschneiderten Aktionsplans und der Begleitung Ihrer Organisation hin zu einer resilienten und souveränen IT. Gemeinsam verwandeln wir Ihre Herausforderungen in strategische Chancen.

Besprechen Sie Ihre Herausforderungen mit einem Edana-Experten

Von Martin

Enterprise Architect

VERÖFFENTLICHT VON

Martin Moraz

Avatar de David Mendes

Martin ist Senior Enterprise-Architekt. Er entwirft robuste und skalierbare Technologie-Architekturen für Ihre Business-Software, SaaS-Lösungen, mobile Anwendungen, Websites und digitalen Ökosysteme. Als Experte für IT-Strategie und Systemintegration sorgt er für technische Konsistenz im Einklang mit Ihren Geschäftszielen.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zur digitalen Souveränität von Versicherern

Wie definiert man eine Cloud-KI-Strategie, die mit den Geschäftszielen von Versicherern in Einklang steht?

Beginnen Sie damit, die geschäftlichen Herausforderungen (Kostenreduzierung bei Schadensfällen, Beschleunigung der Bearbeitungszeiten) zu identifizieren und formulieren Sie messbare Kennzahlen (TCO, Automatisierungsrate). Setzen Sie einen kontextbezogenen Proof of Concept (PoC) auf, bevorzugen Sie Open-Source- und modulare Lösungen und erstellen Sie eine Roadmap mit klarer Governance. Dieser Ansatz gewährleistet eine kontinuierliche Ausrichtung der Cloud-KI-Plattform an der Gesamtstrategie des Versicherers.

Welche Risiken und Herausforderungen bestehen bei der digitalen Souveränität in einer Multi-Cloud-Umgebung?

Multi-Cloud erhöht die operative Komplexität, die Integrationskosten und den Governance-Bedarf. Es birgt Risiken durch Silos, Anbieterabhängigkeit und Nicht-Einhaltung der DSGVO oder DORA. Um diese Auswirkungen zu begrenzen, definieren Sie eine zentrale Multi-Cloud-Management-Plattform, standardisieren Sie Ihre Abläufe mit Infrastructure as Code und implementieren Sie Exit-Klauseln sowie unabhängige Backups.

Wie stellt man die DORA-Konformität bei einer Cloud-Migration sicher?

Dokumentieren Sie alle ICT-Abhängigkeiten, testen Sie regelmäßig Ihre Notfallwiederherstellungspläne und vereinbaren Sie klare Exit-Klauseln mit Ihren Dienstleistern. Erstellen Sie ein Risikoinventar, richten Sie Architektur-Review-Gremien ein und führen Sie regelmäßige Audits durch. Dieser Ansatz gewährleistet die vollständige Nachverfolgbarkeit und die vom DORA-Regelwerk geforderte operative Kontinuität.

Welche Best Practices sollte man beim Kosten- und Elastizitätsmanagement in der Cloud für Versicherungen anwenden?

Aktivieren Sie Auto-Scaling, um Ressourcen automatisch anzupassen, nutzen Sie Spot-Instanzen für nicht-kritische Aufgaben und versehen Sie Ihre Ressourcen mit Tags für eine präzise Budgetüberwachung. Automatisieren Sie die Bereitstellung mittels Infrastructure as Code, integrieren Sie Monitoring-Dashboards und führen Sie monatliche Verbrauchsüberprüfungen durch. Diese Disziplin optimiert die Leistung und behält die Kosten im Griff.

Wie strukturiert man die KI-Governance, um Black-Box-Effekte zu vermeiden und Erklärbarkeit zu gewährleisten?

Richten Sie ein zentrales Modellregister mit Versionierung und Performance-Metriken ein und automatisieren Sie Training und Deployment über MLOps-Pipelines. Wenden Sie Erklärbarkeitstechniken (SHAP, LIME) an und führen Sie vierteljährliche Audits durch. Integrieren Sie diese Prozesse in Ihren IT-Katalog, um Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Kontrolle der algorithmischen Entscheidungen sicherzustellen.

Welche KPIs sollten Sie zur Messung der Resilienz und Performance einer souveränen Cloud-KI-Plattform verfolgen?

Überwachen Sie die Verfügbarkeitsrate (SLA), die API-Reaktionszeiten, die Automatisierungsrate von Anfragen, den TCO und die Energieeffizienz. Für KI ergänzen Sie Präzisionsrate, Ablehnungsrate und Daten-Drift. Einheitliche Dashboards erleichtern die Erkennung von Anomalien und die proaktive Anpassung Ihrer Ressourcen.

Wie organisiert man die kontinuierliche Weiterbildung der IT-Teams in den Bereichen Cloud und KI?

Planen Sie regelmäßige Schulungszyklen zu Infrastructure as Code, Data Engineering, MLOps und Sicherheit. Bieten Sie praxisorientierte Workshops und interne Zertifizierungen an. Fördern Sie den Austausch bewährter Verfahren in Retrospektiven. Dieser Ansatz sichert eine kontinuierliche Kompetenzsteigerung und minimiert Konfigurations- und Sicherheitsfehler.

Welche Frameworks empfehlen Sie zur Standardisierung einer Cloud-KI-Architektur in der Versicherungsbranche?

Setzen Sie bewährte Referenzmodelle wie AWS Well-Architected, Microsoft Cloud Adoption Framework oder Google Cloud Architecture Framework ein. Ergänzen Sie diese mit Open-Source-Terraform-Modulen und modularen Kubernetes-Architekturen. Diese Frameworks decken Strategie, Bereitstellung, Betrieb und Optimierung ab und gewährleisten Robustheit, Sicherheit und Skalierbarkeit.

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