Zusammenfassung – Angesichts wachsender Cyberbedrohungen und komplexer IT-Umgebungen (Cloud, Hybrid, Homeoffice) ist ein Architekt für Cybersicherheit unverzichtbar, um Konsistenz, Compliance und Resilienz des Informationssystems zu gewährleisten. Er steuert die übergreifende Governance, indem er Infrastruktur, Anwendungen und Daten in Einklang bringt, Risiken antizipiert, technologische Entscheidungen validiert und interne Teams sowie Dienstleister koordiniert. Mit einem zertifizierten Profil (CISSP, SABSA, CCSP, TOGAF) gewährleisten Sie eine skalierbare Sicherheit bereits in der Konzeption und optimieren Modernisierungen, Cloud-Migrationen sowie regulatorische Compliance.
Lösung: Bewerten Sie Ihre Reife, definieren Sie Umfang und Prioritäten, prüfen Sie Zertifizierungen und die Fähigkeit, umsetzbare Architekturen zu liefern.
In Zeiten, in denen Cyberbedrohungen immer raffinierter werden und sich die IT-Umgebungen in der Schweiz (Cloud, Hybridbetrieb, Telearbeit) stetig weiterentwickeln, ist die Rolle eines Architekten für Cybersicherheit zu einem strategischen Vorteil geworden. Dieses Profil stellt die ganzheitliche Kohärenz des Schutzes Ihres Informationssystems von der Infrastruktur über Anwendungen bis hin zu den Daten sicher und gewährleistet gleichzeitig die Einhaltung regulatorischer und fachlicher Anforderungen.
Über die rein technische Expertise hinaus agiert der Architekt wie ein Dirigent: Er validiert jede technologische Entscheidung und steuert die IT- und Fachteams, um eine robuste und skalierbare Sicherheit aufzubauen. Erfahren Sie, warum, wann und wie Sie diese Funktion in Ihre Informationssicherheits-Governance integrieren sollten.
Warum einen Architekten für Cybersicherheit einstellen
Der Architekt für Cybersicherheit sorgt für eine einheitliche Sicht auf den Schutz Ihres Informationssystems, die eng an Ihren Geschäftszielen ausgerichtet ist. Er antizipiert Risiken, validiert alle technologischen Bausteine und trägt die Gesamtgovernance der Sicherheit.
Sein Verantwortungsbereich geht weit über reine Technik hinaus und umfasst Infrastruktur, Anwendungen, Daten und Netzwerke für eine höhere Resilienz.
Querschnittsverantwortung
Der Architekt für Cybersicherheit fungiert als dauerhafte Schnittstelle zwischen Infrastruktur-, Entwicklungs- und Führungsteams und stellt sicher, dass jede technische Entscheidung den Sicherheits- und Governance-Zielen entspricht. Diese Querschnittsfunktion ermöglicht es, Wechselwirkungen zwischen den Komponenten zu erkennen und Silos zu vermeiden, in denen Schwachstellen entstehen.
Er erstellt Masterpläne und Richtlinien für die Integration von IT-Systemen – von Firewalls über APIs bis hin zur Datenverschlüsselung. Sein ganzheitlicher Ansatz reduziert Redundanzen und gewährleistet dauerhafte Konsistenz, selbst bei Lastspitzen oder Migrationen in neue Umgebungen.
So hat beispielsweise ein industrielles KMU die Vereinheitlichung seiner Zugangskontrollen und die Zentralisierung des Log-Managements geprüft. Dadurch konnten strukturelle Schwachstellen erkannt und behoben werden, bevor sie kritisch wurden, und gleichzeitig die Wartungsprozesse optimiert werden.
Dirigent der Sicherheit
Der Architekt für Cybersicherheit koordiniert alle Schutzinitiativen – von der Definition der Sicherheitsrichtlinien bis zur operativen Umsetzung. Er stellt sicher, dass jeder Baustein des Informationssystems kompatibel ist und internen sowie externen Standards genügt.
Indem er Aktivitäten verschiedener Anbieter und Dienstleister orchestriert, garantiert er eine reibungslose Integration von Open-Source- und proprietären Lösungen und minimiert gleichzeitig das Risiko eines Vendor-Lock-in.
Mit einer erprobten Methodik beobachtet er die Bedrohungslage kontinuierlich und passt die Sicherheitsstrategie fortlaufend an. Diese agile Governance ermöglicht schnelle Deployments von Patches und Updates bei gleichzeitig hohem Sicherheitsniveau im Betrieb.
Strukturgebende Zertifizierungen
Internationale Zertifizierungen bieten belastbare Maßstäbe zur Bewertung der Reife eines Architekten. Die CISSP vermittelt ein umfassendes Verständnis in acht Schlüsselbereichen (CBK), während SABSA die Architektur an den Geschäftszielen ausrichtet und so eine direkte Verbindung von Strategie und Sicherheit herstellt.
TOGAF liefert einen robusten Rahmen für Governance und Unternehmensarchitektur, der eine stimmige Verzahnung von Informationssystem und strategischen Zielen sicherstellt. Der CCSP hingegen weist spezialisierte Expertise für die Absicherung von Cloud-Umgebungen (IaaS, PaaS, SaaS) nach – unerlässlich angesichts der zunehmenden Cloud-Adoption.
Dieses Portfolio an Zertifizierungen hilft dabei, einen Architekten zu identifizieren, der in der Lage ist, eine zukunftsfähige, auditierbare und an internationale Best Practices angelehnte Sicherheitsstrategie zu entwickeln – stets pragmatisch und ROI-orientiert.
Wann Sie einen Architekten für Cybersicherheit rekrutieren sollten
Mehrere Szenarien machen die Einstellung eines Cybersicherheitsarchitekten unverzichtbar, um kostspielige strukturelle Schwachstellen zu vermeiden. Diese kritischen Meilensteine gewährleisten integrierte Sicherheit bereits in der Konzeption.
Ohne dieses Profil können dringlich getroffene Entscheidungen inkohärent sein und das Unternehmen langfristig gefährden.
Neuaufbau oder Modernisierung des Informationssystems
Bei einer Neuarchitektur oder der Aktualisierung eines bestehenden IS müssen Sicherheitsaspekte schon in der Impact-Analyse berücksichtigt werden. Der Architekt definiert den technischen Rahmen und die einzuhaltenden Standards, antizipiert Risiken durch Obsoleszenz und Werkzeugwechsel.
Sein Engagement stellt sicher, dass Weiterentwicklungen sicherheitskonform erfolgen, ohne Performance oder Skalierbarkeit zu beeinträchtigen. Er liefert klare Roadmaps für Datenmigrationen und Kontrollen.
Durch regelmäßige Reviews und Design-Workshops integriert er kontinuierlich Best Practices, reduziert Remediation-Kosten und beschleunigt den Time-to-Market.
Cloud-Migration und Hybridbetrieb
Die Einführung von Cloud-Modellen oder hybriden Architekturen erhöht die Komplexität: neue Perimeter, Shared-Responsibility-Modelle und Konfigurationsanforderungen. Ohne dedizierte Expertise werden Projekte schnell verwundbar. Die Wahl des richtigen Cloud-Anbieters ist dabei entscheidend.
Der Cloud-Sicherheitsarchitekt validiert IaaS-, PaaS- und SaaS-Entscheidungen auf Basis des CCSP, legt Verschlüsselungs- und Authentifizierungsschemata fest und definiert Netzwerksegmentierungsrichtlinien. Er bewertet funktionale und rechtliche Auswirkungen.
Ein Finanzdienstleister, der Teile seines IS auf mehrere Public Clouds migrierte, beauftragte einen Architekten, um Sicherheitsregeln und Austauschprotokolle zu vereinheitlichen. Dabei zeigte sich die Notwendigkeit eines einheitlichen Referenzmodells für Nachvollziehbarkeit, Angriffsflächenreduktion und Einhaltung branchenspezifischer Vorschriften.
Compliance-Anforderungen und Sicherheitsvorfälle
Angesichts verschärfter regulatorischer Audits (DSGVO, Bundesgesetz über den Datenschutz, branchenspezifische Standards) muss die Sicherheitsgovernance tadellos sein. Ein Architekt formt Prozesse und Nachweisdokumente, um externe Prüfungen zu erleichtern. Er nutzt das Prinzip „Privacy by Design“ als strategischen Eckpfeiler.
Nach einem Sicherheitsvorfall führt er Root-Cause-Analysen durch, erstellt einen Remediationsplan und definiert eine resilientere Architektur. Seine Expertise verhindert ineffektive Zwischenlösungen und minimiert die Betriebsunterbrechung.
Ob Datenpanne oder steigende Phishing-Versuche – der Architekt implementiert automatisierte Erkennungs- und Reaktionsmechanismen, um eine dem Risikoniveau angepasste Informationssicherheits-Postur (ISP) zu etablieren.
Edana: Strategischer Digitalpartner in der Schweiz
Wir begleiten Unternehmen und Organisationen bei ihrer digitalen Transformation.
Wie Sie einen Architekten für Cybersicherheit einstellen
Die Rekrutierung erfordert eine strukturierte Vorgehensweise: Bestimmen Sie Ihre Reife, prüfen Sie Zertifizierungen und belegen Sie die Kooperations- sowie Umsetzungsfähigkeit.
Jede Phase hilft, jene Profile zu finden, die Ihrem Informationssystem und Ihrer Governance unmittelbaren Mehrwert bieten.
Reifegrad und Prioritäten definieren
Analysieren Sie vor dem Start die Komplexität Ihres IS, Ihre Risikobelastung und laufende Projekte (Cloud, APIs, Digitale Transformation). Dieses Assessment legt fest, ob Sie einen Generalisten oder einen Cloud-Spezialisten benötigen.
Bestimmen Sie die vorrangigen fachlichen Anforderungen (Kontinuität, Performance, Compliance) und verknüpfen Sie sie mit den Aufgaben. Je klarer der Scope, desto konkreter werden die Interviews.
Festlegen sollten Sie auch die organisatorische Einbettung: Berichtslinie, Rolle in Lenkungsausschüssen und Entscheidungsfreiheiten. Diese Informationen geben Ihrer Stellenausschreibung Struktur und ziehen passende Kandidaten an.
Zertifizierungen und Schlüsselkompetenzen prüfen
CISSP, SABSA, TOGAF und CCSP sind solide Indikatoren für Reife und Weitblick. Richten Sie Ihre Auswahl nach Ihrem Kontext aus: Cloud- oder On-Premise-Fokus, übergreifende Governance oder Fachrichtung.
Verlangen Sie über die Titel hinaus konkrete Beispiele, wie der Kandidat Best Practices in Projekten umgesetzt hat. Detaillierte Erfahrungsberichte steigern die Verlässlichkeit.
Führen Sie Praxisübungen durch: Architektur eines kritischen Datenflusses, Verschlüsselungskonzept oder Netzwerksegmentierung. Solche Case Studies decken die Fähigkeit auf, passgenaue Lösungen zu entwerfen.
Zusammenarbeit und umsetzbare Architektur-Lieferungen bewerten
Der Architekt muss seine Vorschläge verständlich an IT-, Fach- und Führungsteams vermitteln können. Prüfen Sie seine Moderationskompetenz in Workshops, seine Flexibilität und seinen Change-Management-Ansatz.
Fordern Sie Beispiel-Deliverables an: Diagramme, Funktionsspezifikationen, Deployment-Guides. Eine umsetzbare Architektur ist ausführlich dokumentiert, an Ihre Rahmenbedingungen angepasst und direkt für Entwickler nutzbar.
Ein öffentliches Unternehmen engagierte einen Architekten zur Formalisierung seines Sicherheitsplans. Die gelieferten Unterlagen reduzierten die Projektfreigabezeiten um 40 % und zeigten so den direkten Einfluss klarer Dokumentation auf die Geschwindigkeit der Umsetzung.
Rekrutierung und Governance für nachhaltige Sicherheit abstimmen
Der Erfolg der Integration hängt von der Abstimmung zwischen der Rolle des Architekten, Ihrer Informationssicherheits-Governance und Ihren Entscheidungsprozessen ab.
Die Definition von Verantwortungsbereichen, Zuständigkeiten und Erfolgskennzahlen ermöglicht eine effektive Zusammenarbeit und kontinuierliches Wachstum der Reife.
Verantwortungsbereiche und Zuständigkeiten festlegen
Dokumentieren Sie den funktionalen Scope (Cloud, Netzwerk, Applikationen) und das Delegationsniveau des Architekten. Je klarer die Verantwortung, desto schneller und zielgerichteter sind die Maßnahmen.
Visualisieren Sie die Interaktionen mit internen und externen Teams: Wer trifft technische Entscheidungen, wer genehmigt Budgets und wer steuert den Go-Live? Solche Klarheit vermeidet Blockaden.
Ein schweizerisches IT-Dienstleistungsunternehmen senkte durch präzise Rollenbeschreibungen die ungeplanten Änderungsanforderungen um 30 % und demonstrierte so den Wert eines strukturierten Rahmens zur Begrenzung von Abweichungen.
Entscheidungsbefugnisse klären
Räumen Sie dem Architekten ein Arbitrage-Recht ein, insbesondere bei Technologieentscheidungen, Lieferantenverträgen und Abweichungen von internen Standards. Diese Autorität erleichtert kritische Entscheidungen in Echtzeit.
Planen Sie regelmäßige Lenkungsausschüsse ein, in denen er den Sicherheitsstatus, neue Risiken und Empfehlungen präsentiert. Transparenz stärkt Vertrauen und beschleunigt Maßnahmen.
Ein ausgewogenes Verhältnis von Macht und Kontrolle verhindert Rollenkonflikte und stellt sicher, dass die Architektur mit der Unternehmensstrategie im Einklang bleibt.
Erfolgskennzahlen festlegen
Definieren Sie klare KPIs: Anteil behobener kritischer Schwachstellen, Zeit bis zur Vorfallserkennung, Einhaltung von Rollout-Terminen, Audit-Konformität. Diese Kennzahlen machen den Beitrag des Architekten messbar.
Verfolgen Sie Ihre Informationssicherheits-Reife mit anerkannten Referenzmodellen (ISO 27001, NIST) und integrieren Sie die Ergebnisse in Ihr monatliches oder quartalsweises IT-Reporting.
Ein formalisierter Monitoring-Prozess hebt Verbesserungen hervor und erlaubt laufende Governance-Anpassungen – für einen dauerhaft geschützten Betrieb Ihres Informationssystems.
Sichern Sie Ihr Informationssystem langfristig mit einem Architekten für Cybersicherheit
Die Einstellung eines Architekten für Cybersicherheit ist eine Investition in einen kohärenten und zukunftsfähigen Schutz, der auf Ihre Geschäftsziele, Compliance-Anforderungen und operative Resilienz abgestimmt ist. Von der Querschnittsverantwortung bis zur agilen Governance antizipiert dieses Profil Risiken und steuert technische Entscheidungen, um Ihr Informationssystem dauerhaft zu sichern.
Egal, ob Sie Ihre Infrastruktur modernisieren, in die Cloud migrieren oder Ihre Compliance stärken möchten – unsere Expertinnen und Experten unterstützen Sie dabei, Prioritäten zu definieren, Kompetenzen zu bewerten und Ihre Informationssicherheits-Governance zu strukturieren.
Besprechen Sie Ihre Herausforderungen mit einem Edana-Experten







Ansichten: 5